Juli-Blog

Motiv des Künstlerpreises vom H-Team auf der Seite www.h-team-ev.de

Preisverleihung zum H-TEAM Fotowettbewerb am 27. Juli 2023 München

Die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des H-TEAM-Künstlerpreises 2023 „nebeneinander-miteinander-durcheinander“ findet am Donnerstag, dem 27. Juli 2023 ab 17:30 Uhr in der Plinganserstraße 19 in München Sendling statt. Gekürt werden insgesamt die besten 22 Künstler*innen und ihre Fotografien. Teilgenommen haben Klient*innen, Angehörige von Betroffenen, Künstler*innen sowie viele am Thema Interessierte. Die Ausstellung läuft bis zum 31.12.2023.

Der Karikaturist und Münchener Turmschreiber Franz Eder wird gegen eine Spende für das H-TEAM auf Wunsch jeden Besucher porträtieren. Die Band „Sheep Lost“ wird musikalisch das Programm begleiten, und es gibt für alle Besucher*innen ein kleines, feines Buffet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Spenden gehen an den Soforthilfefond für Münchner Bürger in Not. Weitere Informationen finden Sie unter www.h-team-ev.de.


Filmplakat zur Reihe “Psychiatrie im Film” am 3.8. und 4.8. im Kino Neues Rottmann.

Terminerinnerung: PSYCHIATRIE IM FILM AM 03. UND 04. AUGUST 2023 Im Kino “Neues Rottmann” MÜNCHEN

  • Am DONNERSTAG, 03.08.2023 UM 18 UHR steht die Verfilmung des autobiografischen Erfolgsromans „WANN WIRD ES ENDLICH WIEDER SO WIE ES NIE WAR“ auf dem Programm, bei dem die Kindheit des Autors als Sohn eines Leiters einer psychiatrischen Klinik thematisiert wird.
    Die Regisseurin Sonja Heiss ist zur Diskussion anwesend.

  • Am FREITAG, 04.08.2023 UM 20 UHR wird der französiche Dokumentarfilm „AUF DER ADAMANT“  gezeigt. Die Adamant ist eine tagklinische Einrichtung auf der Seine in Paris.


Motiv der LVR-Fachtagung “Autismus – Neurotypisch und Neurodivers” auf der Seite https://tagungen-klinikverbund.lvr.de

LVR-Fachtagung: Autismus – neurotypisch und neurodivers am 31.August 2023 in Köln

Die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine psychische Erkrankung, die hauptsächlich die soziale Interaktion betrifft. Doch Diagnosen und Einschätzungen zu ASS orientieren sich an bekannten Symptomen und dem klassischen Bild von Jungen und Männern mit ASS. Es zeigt sich, dass diese Beschreibungen und Maßstäbe größtenteils nicht auf Mädchen und Frauen zutreffen.

Dieser Missstand steht im Mittelpunkt der diesjährigen LVR-Fachtagung zum Thema „Autismus“, die am 31.08.2023 in den Räumen Rhein/Ruhr/Erft im LVR-Horion-Haus, Köln-Deutz und online stattfindet. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr und endet ca. 17:15 Uhr. Für die Vorträge wurden Fachleute aus den Bereichen Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenenpsychiatrie sowie Betroffene und Angehörige gewonnen. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen stehen unter https://tagungen-klinikverbund.lvr.de/de/nav_main/veranstaltungen/autismusfachtagung/inhaltsseite_10.html zur Verfügung.


Blick auf das Podium am 08.07. 2023 im Saal X im HP8 auf dem Mental-Health-Arts-Festival:
Prof. Michael Deuschle, Lina Ruske, Moderatorin Sybille Giel, Peter Bechmann (Foto: Robert Haas / Gasteig)

Die eigene mentale Gesundeit erkennen und erhalten

Auf dem Poium beim Mental-Health-Arts-Festival am 08.07.2023 im HP8 (siehe Juni-Blog) diskutierten die BR-Moderatorin Sybille Giel mit der Künstlerin Lina Ruske, Professor Michael Deuschle vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim und Peter Bechmann von BASTA über die Voraussetzungen, um am Arbeitsplatz die psychische Gesundheit zu erhalten. Die Leipziger Künstlerin schilderte Erfahrungen aus ihrem Kunstprojekt “Greater Forms” mit Kindern aus der Großwohnsiedlung Grünau, bei der die Mitwirkendenden auf sich und ihre mentale Gesundheit achten und Störungen in den Vordergrund stellen, anstatt immer zu funktionieren. Peter Bechmann berichtete über seine positiven Erfahrungen als ”geouteter psychisch Betroffener” beim Bezirk Oberbayern und über die Bedeutung, die das BASTA-Schulprojekt für seine psychische Gesundheit hat. Professor Michael Deuschle stellte das Konzept des Ersthelfers für psychische Gesundheit vor.

Am 14.07.2023 wurde das Gespräch im Notizbuch - Freitagsforum gesendet. Es steht bis auf weiteres unter diesem Link als Mitschnitt zum Nachhören bereit:
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/bayern-2-debattiert-wie-geht-es-mir-die-eigene-mentale-gesundheit-erkennen-und-erhalten100.html


Sigmund Freud, fotografiert von Max Halberstadt um 1921 (Wikimedia Commons/gemeinfreies Werk)

aerzteblatt.de: Vor 100 Jahren erschien „Das Ich und das Es“ von Freud

Im Jahr 1923, genauer gesagt am 27. April 1923, erschien das Buch „Das Ich und das Es“ von Sigmund Freud (1856-1939). Der Wissenschaftler und Nervenarzt gilt als Begründer der modernen Psychoanalyse. Eines seiner Hauptwerke beschäftigt sich mit der Unterteilung der Psyche in drei Instanzen: dem Es, dem Ich und dem Über-Ich (oder Ich-Ideal). Im Artikel des Ärzteblattes heißt es dazu: “Von der Außenwelt abgeschnitten ist demnach das Es, das – dem Lustprinzip folgend – die organischen Triebe umfasst, die auf Befriedigung drängen. Im Zusammenspiel von Es und Außenwelt entsteht wiederum das „Ich“, das sich auf das Denken stützt”. Herausgefordert sei das Ich nicht allein davon, einen Ausgleich zwischen den Begehrlichkeiten des Es und den Möglichkeiten der Außenwelt zu schaffen, sondern auch durch das Über-Ich. Diese Instanz fungiere als eine Art Gewissen und weist das Ich auf Fehltritte hin.

In Therapien des Psychoanalyse geht es vielfach darum, sich über diese Muster klarzuwerden – und in den konkreten Situationen aktiv wahrzunehmen, wie man reagiert. Erst nach diesen ersten Schritten werden allmählich Änderungen mög­lich. Auch in der Erziehung spielt die Frage, wie liebevoll oder kritisch mit dem Verhalten eines Kindes umge­gangen wird, eine zentrale Rolle.

Diese Informationen stammen von https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/psychiatrie?s=&p=1&n=1&nid=142679.


DGPPN: Suizidhilfe – Gesetzesentwurf lässt psychisch Kranke im Stich

Laut Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGGPN) seien im Jahr 2021 in Deutschland 9200 Personen durch Suizid zu Tode gekommen, die meisten davon in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung.” Studien belegen, dass eine “psychiatrische, suizidpräventive Behandlung” viele dieser Menschen retten könne”.

Mitte Juni wurde von der Bundestagsabgeordneten Katrin Helling-Plahr, Dr. Karl Lauterbach, Dr. Petra Sitte, Swen Schulz und Otto Fricke (Helling-Pahr et al.) ein neuer, fraktionsübergreifender Gesetzentwurf zur Suizidhilfe vorgestellt. Dieser will “Menschen, die ernstlich sterben möchten und diesen Wunsch frei und eigenverantwortlich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte gebildet haben […]” einen klaren Rechtsrahmen bieten, um Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können.

Andreas Meyer-Lindenberg, Präsident der DGPPN, bemängelt, dass die Begutachtung, ob es sich um den “freien Willen” des Betroffenen, und die Suizidassistenz in der gleichen Hand liegen können und sieht die Ressourcen für Beratungsstellen ungeklärt. Sein Hauptkritikpunkt lautet: „Wer akut suizidal ist, muss zunächst im Gesundheitssystem versorgt werden. Eine ergebnisoffene Beratung durch Menschen mit unklarer Expertise vermeidet Suizide nicht, sondern befördert sie“.

Diese Informationen stammen von der Website der DGPPN (https://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2023/pm-suizidbeihilfe-0623.html).


DGPPN: Keine Legalisierung von Drogen ohne Prävention und Forschung

Bei einem Symposium in Berlin diskutierten Vertreter aus Politik, Suchtmedizin und Psychiatrie auch über die Folgen einer Legalisierung von Cannabis für die psychiatrische Versorgung. Die drogenpolitische Agenda der Bundesregierung sieht neue Regulierungsmaßnahmen für unterschiedliche Suchtmittel vor.

Nach Angebe in der Pressemittteilung der DGGPN sind 8,5 Millionen Personen in Deutschland von Tabak abhängig, 1,9 Millionen von Alkohol und etwa 10 Prozent der regelmäßigen Cannabis-Konsumentinnen und  -konsumenten entwickeln eine psychische Störung. Nach Ansicht der DGGPN sei der regelmäßige Konsum besonders bis zum 25. Lebensjahr problematisch, bevor die Hirnentwicklung abgeschlossen sei. Hier sind “deutliche kognitive Beeinträchtigungen zu erwarten und es ist davon auszugehen, dass vermehrter Cannabiskonsum auch dazu führen wird, dass mehr und jüngere Betroffene an einer Psychose erkranken”.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhart Blienert verteidigte die neue Drogenpolitik der Ampelkoalition: „Unsere Suchtpolitik muss differenzierter werden: Klare Grenzen für Werbung, konsequenterer Jugendschutz bei Alkohol und Tabak, eine vernünftige Regulierung von Cannabis und mehr Hilfe für Betroffene und ihre Angehörigen […], weg von Strafe und Stigma, hin zu mehr Hilfe und mehr eigener Risikokompetenz.“  

Falk Kiefer, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Suchtfoschung betonte in der Diskussion: „Politik organisiert die gesellschaftlichen Grundlagen, auf deren Basis Suchtmittel konsumiert werden; […] Drogenpolitik sollte evidenzbasiert sein und ausgehend von wissenschaftlicher Expertise rationale Entscheidungen treffen.“

Die größte Sorge der Mediziner ist, dass die Entkriminalisierung von Cannabis zu vermehrtem Konsum führen werde und damit auch zu mehr konsuminduzierten Problemen – insbesondere bei jungen Menschen, bei denen die Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Aus Sicht der Psychiatrie sind präventive Programme und begleitende Forschung deshalb unbedingte Voraussetzung für eine gelungene Entkriminalisierung von Cannabis.

Diese und weitere Informationen finden Sie unter https://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2023/hauptstadtsymposium-2023.html.

Unter https://www.dgppn.de/Veranstaltungen/haupstadtsymposien/hauptstadtsymposium.html steht eine Videoaufzeichnung des DGPPN-Hauptstadtsymposiums zur Verfügung.

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Juni-Blog

Die Filme der Reihe Psychiatrie im Film der Filmkunstwochen im Kino Neues Rottmann: ”Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war” und “Sur L’Adamant”

Psychiatrie im Film am 03. und 04. August 2023 in München

BASTA und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. zeigen in Zusammenarbeit mit dem Kino Neues Rottmann (Rottmannstr. 15, 80333 München, Tel.: 089/52 16 83) im Rahmen der Filmkunstwochen auch dieses Jahr wieder Filme zum Thema Psychiatrie. 

Donnerstag, 03.08.2023 um 18 Uhr: „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ (deutsch-belgischer Spielfilm 2023)

Joachim (Arsseni Bultmann), der jüngsten Sohn von Direktor Meyerhoff (Devid Striesow), wächst mit seiner Familie in einer psychiatrischen Klinik auf. Patienten gehören  quasi zur Familie. Sie sind viel netter als seine beiden Brüder. Der Film zeigt Familienleben in einer besonderen Umgebung, wechselt zwischen nachdenklichen und humorvollen Szenen.
Der Film ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen autobiographischen Romans von Schauspieler Joachim Meyerhoff.

Die Regisseurin des Films Sonja Heiss, ist für eine Diskussion im Neuen Rottmann zu Gast. Es moderiert Dr. W. Stehling, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Tagesklinik Süd, BRK Kreisverband München.

Freitag, 04.08.2023 um 20 Uhr: „Auf der ADAMANT“ Dokumentation (Frankreich/Japan 2023)  OMU

Die „Adamant“ ist ein fest verankertes Schiff auf der Seine in Paris und zugleich Tageszentrum für psychisch erkrankte Erwachsene. Seit 2010 wird die ADAMANT von Menschen besucht, die therapeutisch auf dem Schiff begleitet werden. Sie werden kreativ, sie dichten, malen und zeichnen. Gelegentlich laden sie Künstler*innen zu Diskussionsrunden auf ihr Boot – so wie vor einigen Jahren auch Nicolas Philibert, den Regisseur. Er begleitete die Passagiere mehrere Monate und zeigt die Menschen wie sie sich entfalten.

Die Moderation für diesen Film übernimmt Dr. Stefan Mirisch, ärztliche Leitung der Tagesklinik Süd für Psychiatrie und Psychotherapie, BRK Kreisverband München.

71. FILMKUNSTWOCHEN MÜNCHEN - gesamtes Programm: Vom 26. Juli bis 16. August sorgen 132 Filme drei Sommerwochen lang für ein anspruchsvolles, anregendes und vergnügliches Kino-Programm mit Einblicken in die Filmgeschichte. Darunter sind … Continue Reading ››


Filmplakat zu “Irre oder DER HAHN IST TOT”

Filmvorstellung “IRRE oder DER HAHN IST TOT” am Mittwoch, 19.07.23 um 18.30 Uhr in München

Das Kino Monopol zeigt in Kooperation mit MÜPE (Münchner Psychiatrierfahrene) den Film "Irre oder der Hahn ist tot" am Mittwoch, den 19. Juli. Der Film beginnt um 18.30 Uhr und die Regisseurin Reinhild Dettmer Finke ist anwesend.
Der Film handelt von der Freiburger Hilfsgemeinschaft, in der psychisch Erkrankte leben und betreut werden. Der Film stellt auf einfühlsame Weise psychisch Erkrankte aus unserer Mitte vor. Betroffene erzählen, wie ihre Krankheit plötzlich in ihr Leben tritt. Wie alles aus den Fugen gerät, wie ihre Mitmenschen reagieren und sich Gewohnheiten, Lebenseinstellungen, Ziele verändern.

Der Trailer “IRRE ODER DER HAHN IST TOT” ist auf Youtube unter: https://www.youtube.com/watch?v=TXOAqKM6G8g&t=19s
Karten können zum Preis von 7,50€ - 11,50€ bestellt werden unter https://www.monopol-kino.de/de/programm-tickets?showName=irre 

Das Monopol befindet sich in der Schleißheimer Straße 127.


Bild zu “The sound of Apropos – New NICE VIBES”, Foto: Benjamin Schmidt

Jubiläum 25 Jahre Theater Apropos am 01. Juli 2023 in München

Dieses Jahr feiert das Theater Apropos sein 25-jähriges Jubiläum. Unter der künstlerischen Leitung von Anton Prestele zeigt sich das Ensemble von seiner musikalischen Seite mit 

The Sound of Apropos 
NEW NICE VIBES

am 1. Juli 2023 ab 19:30 Uhr im TamS Theater, Haimhauser Straße 13a, 80802 München.

Das Programm spannt einen Bogen von Klassik über Chansons und Pop bis hin zu Jazz mit Versionen bekannter Stücke und eigens dafür choreografierten Tanzeinlagen sowie mit eigenen Kompositionen und Texten.

Karten dafür gibt es unter tams@tamstheater.de oder 089/34 58 90. Weitere Informationen finden Interessent*innen unter www.theater-apropos.de und www.feierwerk.de oder www.tamstheater.de.

BASTA gratuliert sehr herzlich zum Jubiläum und dankt für die wertvolle Arbeit.


Blick in den provisoriischen Gasteig HP8, das Ersatzquartier für das Kulturzentrumin der Rosenheimer Straße. (Videostill aus dem Werbefilm auf www.gasteig.de)

MENTAL HEALTH ARTS FESTIVAL am 08. Juli 2023 in München

Der Gasteig startet ein neues Kulturfestival für Mentale Gesundheit. Mit vielen Aktionen zum Mitmachen dreht sich am 8. Juli im Gasteig HP8 alles um ein Thema, das immer mehr Menschen beschäftigt: unsere mentale Gesundheit. Der Eintritt ist frei.  

Die Eröffnungsveranstaltung ist um 12:30 in der Isarphilarmonie mit einem Auftaktpanel und dem Poetry Slam Wahnsinnsworte mit Yannik Sellmann und Jule Weber.

Danach gibt es ein buntes Angebot mit in Filmvorführungen, Lesungen, Ausstellungen, Sing-, Schreib und Zeichen-Workshops und Paneldiskussionen in den verscheidenen Sälen des Gasteig.

Bei der Diskussion “Wie geht es mir? Die eigene mentale Gesundheit erkennen und erhalten” um 13 Uhr im Saa lX werden die beiden BASTA-Aktiven Domnique de Marné, die selbst Mental Health Coach ist, und Peter Bechmann auf dem Podium sein.

Diese Veranstaltung wird von Bayern 2 aufgezeichnet und im Notizbuch am 14.07. um 11:05 Uhr ausgestrahlt.

Das detaillierte Programm finden Sie hier: https://www.gasteig.de/mhaf 


Werbung für das Webinar auf https://elternberatung.bke-beratung.de

Webinare für Eltern bei der bke-Elternberatung am 10. und 12. Juli 2023

Unter de Titel “Mama, was ist los mit dir - Mit Kindern über psychiche Probleme reden” finden am 10. und 12. Juli jeweils ab 20 Uhr Webinare mit dem Psychologen Andresa Schappe statt. Intererssierte können ohne Anmeldung teilnehmen.

Im Flyer heißt es dazu: “Kinder merken es, wenn es ihren Eltern nicht gut geht. So richtig verstehen können sie es erst, wenn sie altersgemäß aufgeklärt werden. Wie können Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen? Und wie können Eltern auch in schwierigen Zeiten für ihre Kinder gut da sein?

Den Link zum Webinar finden Sie hier:
https://eltern.bke-beratung.de/views/home/index.html


Das Symposium findet im St. Vinzenz-Haus der LMU in der Nußbaumstraße statt.

Internationales Symposium "Parental Psychopathology and (E-health) Preventive Interventions" am 14. und 15. September 2023 in München

Zum zweiten Male treffen sich nationale und internationale Experten aus Grundlagen- und angewandter Forschung und stellen ein spannendes, abwechslungsreiches Programm mit viel Raum für den kollegialen Austausch zusammen:  Keynotes-Talks, vertiefende Symposia, eine Roundtable-Diskussion, eine Poster-Session und wissenschaftliches Speed-Dating.

Gastgeber sind die Abteilungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der LMU und der Universität Tübingen.

Die “Parental Psychopathology” (Eltern-Psychopathologie) befasst sich mit dem Einfluss von psychischen Erkrankungen bei Eltern auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder.

Die kostenfreien Anmeldungen werden bis 31.7.2023 entgegengenommen über die Webseite: https://tinyurl.com/2wc8xxb8

Mehr zum Programm erfahren Sie unter https://www.lmu-klinikum.de/kinder-und-jugendpsychiatrie/aktuelles/2nd-munich-international-symposium-on-the-role-of-parental-psychopathology-nbsp-and-e-health-preventive-interventions/f451d43c69b35dc9


Posterbeiträge werden auf einer "First Come First Serve" Basis unter der oben genannten Adresse noch angenommen.

Mehr zum Programm erfahren Sie unter https://www.lmu-klinikum.de/kinder-und-jugendpsychiatrie/aktuelles/2nd-munich-international-symposium-on-the-role-of-parental-psychopathology-nbsp-and-e-health-preventive-interventions/f451d43c69b35dc9

 


Cover der Bücher “Trauma – Die 99 wichtigsten Fragen und Antworten aus der therapeutischen Praxis” und “Der Trauma-Notfallkoffer“

Buchbesprechungen zum Thema „Trauma“

Zwei Bücher zum Thema „Trauma“ sind im Trias-Verlag erschienen: Das eine heißt „Trauma – Die 99 wichtigsten Fragen und Antworten aus der therapeutischen Praxis“ und stammt aus der Feder von Dr. Gabriele Frick-Baer und Dr. Udo Baer, das zweite „Der Trauma-Notfallkoffer“ von Dipl. Psych. Anke Precht.

„Trauma – Die 99 wichtigsten Fragen und Antworten aus der therapeutischen Praxis“ wendet sich vor allem an Profis, die traumatisierten Menschen helfen wollen. Es ist auch für Betroffene und Angehörige interessant. Zu den 99 Fragen gehören unter anderem folgende: Wie entsteht ein Trauma und welche Folgen hat es? Kann es an Kinder und Enkel weitergegeben werden? Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)? Und wie kann man ein Trauma bewältigen?

Neben diesen eher allgemeinen Fragen gibt es auch Kapitel, die sich mit spezifischen Angelegenheiten beschäftigen wie „Trauma und geflüchtete Menschen“ oder „Trauma und alte Menschen“. Besonders wichtig ist natürlich die Frage, wie man betroffenen Menschen helfen kann.

Der Trauma-Notfallkoffer“ bietet praktische Übungen zur Selbsthilfe. Das Buch hat den Anspruch, für mehr Stabilität und innere Ruhe im Alltag zu sorgen. Darüber hinaus hat es einen allgemeinen Teil zu den Themen „Trauma und Traumafolgestörungen“ sowie „Resilienz“. Das Herzstück bildet der sogenannte Notfallkoffer, in den man alles packen kann, was einen den Weg aus einer Ausnahmesituation erleichtert, zum Beispiel etwas, das einen an einen besonderen Menschen erinnert, schöne Sachen oder einen “Brief an Dich selbst”.

“Trauma – Die 99 wichtigsten Fragen und Antworten aus der therapeutischen Praxis” ist unter der ISBN ‎343211723X, „Der Trauma-Notfallkoffer“ unter der ISBN 9783432117256 im Buchhandel und online erhältlich. 


Jubiläums-Header auf der Webseite der Max-Plank-Gesellschaft www.mpg.de

MPI CBS: Hoher Blutdruck und psychische Gesundheit

Das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig hat in einer Studie den Zusammenhang zwischen der psychischen Gesundheit und Veränderungen im Herz-Kreislauf-System gezeigt. So kann “ein höherer systolischer Blutdruck mit weniger depressiven Symptomen, größerem Wohlbefinden und geringerer emotionsbezogener Gehirnaktivität verbunden” sein.

Lina Schaare, Erstautorin der Studie gibt an, dass die “UK-Biobank” eine britische Datenbank mit Informationen zu 500.000 Teilnehmern für die Studie genutzt wurde.

Auf der Seite der Max-Plank-Gesllschaft finden Sie dazu einen ausführlicheren Bericht:
https://www.mpg.de/20162308/0413-nepf-wie-sich-hoher-blutdruck-auf-die-psychische-gesundheit-auswirkt-149575-x

Ein Bericht über die Studie findet sich auch auf der Seite “Neurologen und Psychiater im Netz” unter: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/artikel/wie-sich-hoher-blutdruck-auf-die-psychische-gesundheit-auswirken-kann/

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Mai-Blog

Veranstaltung zur Woche der Seelischen Gesundheit anmelden

Dieses Jahr findet wieder vom 10. bis 20. Oktober in München die Woche für Seelische Gesundheit statt. Der Schwerpunkt ist "Alles digital?!”. In unserer heutigen Zeit bietet der digitale Wandel viele Chancen, aber auch Risiken.

Man kann an der digitalen Messe teilnehmen, Anmeldung dazu bis 15. Juni per Mail. Oder man plant eine eigene Veranstaltung unter https://www.woche-seelische-gesundheit.de/veranstalter-anmelden/. Die Anmeldung einer Veranstaltung ist ab dem 1. April bis 15. September 2023 möglich.

Auch Berlin plant wieder eine Woche der Seelischen Gesundheit mit dem diesjährigen Motto: „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen”. Wer eine Veranstaltung zur Woche plant, kann diese einreichen, so dass sie im Online-Kalender veröffentlicht wird. Deadline ist Mitte Juli. Mehr über die Kriterien, Fristen und alles Organisatorische zur Anmeldung findet man hier: https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/faqs/.

 Fragen können auch an koordination@seelischegesundheit.net oder telefonisch unter +49 30 24 04 772 22 gestellt werden. Der Online-Kalender ist hier abrufbar: https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/veranstaltungen/ 

Bundesweite Veranstaltungen werden dort auch bis zum Start der Woche in den Online-Kalender aufgenommen.

 


Ki.ps.E und kbo: „Markt der Möglichkeiten“ am 14.06.2023

Der Arbeitskreis „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ (AK Ki.ps.E) lädt ein zum „Markt der Möglichkeiten“ am 14.06.2023 von 14 bis 17 Uhr im Gesellschaftshaus des kbo-Isar-Amper-Klinikum, Ringstraße 36, in 85540 Haar. An diesem Tag gibt es die Gelegenheit, Angebote aus dem Netzwerk rund um Kinder psychisch erkrankter Eltern zu präsentieren sowie andere Einrichtungen und Angebote selbst zu erkunden. Es findet zusätzlich ein Fachvortrag von Seelenerbe e.V. zum Thema „Wissen was hilft – Erwachsene Kinder von psychisch erkrankten Eltern informieren das Hilfesystem“ statt. Für das leibliche Wohl ist in Form von Kaffee, Kuchen und kalten Getränken gesorgt. Ab 13 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, an einer Führung über den Campus der kbo teilzunehmen.

Bitte teilen Sie der Organisaton bis zum 25.05.2023 schriftlich per E-Mail mit, ob Sie sich für die Führung um 13 Uhr anmelden, selbst einen Informationsstand eröffnen möchten und/oder als Besucher*in kommen wollen. Ihre Rückmeldung richten Sie bitte an folgende Adresse: hilfenetzwerk.gsr@muenchen.de. Ärzt*innen sowie Psychotherapeut*innen werden entsprechende Punkte für die Teilnahme angerechnet.


SeKo Bayern: Selbsthilfefachtag „Sucht und Gesundheit“ am 07. Juli 2023

Unter dem Motto „Was ist nochmal normal? – Diagnosen, Therapien und dazwischen: ein ganz normales Leben“ findet am 07. Juli 2023 von 10 bis 16 Uhr ein bayernweiter Selbsthilfefachtag zum Thema „Sucht und Gesundheit“ statt. Veranstaltungsort ist „DAS ZENTRUM“ in der Äußeren Badstraße 7a, 95448 Bayreuth.

Es gibt verschiedene Erfahrungsberichte, unter anderem „Ein bisschen verrückt ist normal“ von Stephanie Greskötter, Gründerin der Initiative Selbsthilfe Ebersberg, Erfahrungsexpertin und Studentin der angewandten Psychologie. Auch aus medizinischer Sicht wird das Thema beleuchtet. Nachmittags finden verschiedene Workshops statt. Die beschäftigen sich mit den Themen „Sucht und Teilhabe“, „Mein letzter Tag im Bezirkskrankenhaus – und nun?“, „Improtheater: Ist das normal?“, „Was ist denn schon normal?“ und „Sucht und Psyche gehören zusammen“.

Die Anmeldung ist ab dem 19.05.2023 über www.seko-bayern.de möglich. Die Tagung kostet 30 Euro. Veranstalter ist unter anderem die SeKo e.V. (SeKo = Selbsthilfekoordination).  Weitere Informationen stehen unter https://www.seko-bayern.de/veranstaltungen/selbsthilfefachtag-2023/ zur Verfügung. Informationen zur Tagung gibt es bei Stefanie Hoßfeld unter Tel.: 0931/20781645.


Glücklich wer einen Vogel hat und bei wem es piebst! Hier die Amsel auf dem Dach. (Foto: Peter Bechmann)

MPI für Bildungsforschung: Vogelgezwitscher ist gut für die mentale Gesundheit

Im letzten Herbst haben Forschende der Lise-Meitner-Gruppe Umweltneurowissenschaften am Max-Planck-Institut (MPI) für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf in einer Studie belegen können, dass Vogelgesang „Ängste und irrationale Gedanken mildern“ könne. Was Spaziergänger und Naturfreunde schon lange selbst erfahren haben, konnte in einer randomisierten Studie mit 295 Teilnehmern bestätigt werden: Die Vogelstimmen „werden wohl unterschwellig mit einer intakten Natur in Verbindung gebracht“ und so werde die Aufmerksamkeit von psychischen Belastungen abgelenkt. Ein positiver Einfluss auf depressive Stimmung konnte hingegen nicht belegt werden.

In der gleichen Studie wurde den Probanten alternativ Verkehrslärm vorgespielt. Auch hier überrascht das Ergebnis nicht: Hier wurde eine verschlechternde Wirkung auf depressive Zustände festgestellt.

An der Studie konnten offensichtlich nicht nur psychisch kranke Personen teilnehmen. Doktorand und Erstautor der Studie Emil Stobbe erklärte dazu: “ [..] Auch Gesunde können beispielsweise Angstgedanken oder zeitweise paranoide Wahrnehmungen haben. […] Die Fragebögen erlauben es üblicherweise, bei den Teilnehmenden Tendenzen zu Depressionen, Angststörungen und Paranoia zu erkennen und den Effekt von Vogelgesang oder Verkehrsgeräuschen auf diese Neigungen zu untersuchen“. 

Mit dieser Studie wollen die Forschenden „erstmalig einen postiven Effekt auf paranoide Zustände“ belegt haben. Als Ausblick empfiehlt der Bericht den Einsatz von „Vogelgesang zur Prävention von psychischen Erkrankungen“.
Also, sobald der Regen aufhört, ab nach draußen!

Lies mehr dazu unter https://www.mpg.de/19363444/vogelgezwitscher-mentale-gesundheit!


Foto der Vereinsgründung vom 24.9.2022 (Copyright Ex-IN-Bayern.de)


EX-IN Bayern e.V. nach der Vereins-Gründung

Am 24. September 2022 erfolgte nach zehn Jahren Vorbereitung in München die Gründung des Vereins EX-IN Bayern e.V. mit Wahl des fünfköpfigen trialogisch aufgestellten Vorstands. (BASTA-Blog August 2022) Zu Anfang April zählte der Verein bereits 69 Mitglieder, davon fünfzehn Fördermitglieder. Weitere Informationen hierzu und zur Mitgliedschaft gibt es unter: http://ex-in-by.de/ex-in-bayern-e-v-gegruendet/ - wir brauchen mehr Beteiligung von Psychiatrieerfahrenen im Heilungsprozess.

Die EX-IN-Bewegung (Experienced Involvement = Einbeziehung Psychietrieerfahrener) hat sich die Ausbildung Psychiatrieerfahrener zur Einbeziehung im Gesundheits- und Versorgungssystem zum Ziel gesetzt. Dabei geht es unter anderem um die Mitarbeit in psychosozialen Diensten, in der Fachkräfteausbildung, in Forschung, Lehre und in der Genesungsbegleitung auf psychiatrischen Stationen sowie bei weiterführender Therapien oder in der Peer-to-Peer-Beratung (Peer = engl. Gleichwertiger, Gleicher, Ebenbürtiger). In immer mehr Bereichen der Gesundheitsversorgung sind Psychiatrieerfahrene als Erfahrungsexperten ausdrücklich erwünscht. Die Nachfrage nach Peers übersteigt derzeit noch die Anzahl einsatzbereiter Genesungsbegleiter. Alle Details unter http://ex-in-by.de/

 Die Genesungsbegleiterkurse umfassen “11 Module plus ein Abschlussmodul (insgesamt 250 Stunden), zwei Praktika mit 40 + 80 Stunden in einer Institution der psychiatrischen Versorgung, Forschung oder Lehre, Praktikumsberichte und die Erstellung eines Portfolios des eigenen persönlichen Profils“, wie es auf der Seite heißt. Als wichtigste Voraussetzung wird eine „längere aktive Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung, z.B. in Selbsthilfe-, Nutzergruppen, Psychoseseminaren“ genannt.

Am 14. November und am 25 November 2023 von 18 bis 20 Uhr finden online zwei Informations- und Auftaktveranstaltungen für Kursinteressierte statt.

Die Anmeldung für die Informationsveranstaltungen ist ab 15. Oktober 2023 unter kurs7_muenchen@ex-in-by.de möglich.


Headergrafik auf der Webseite www.generation-psy.de

„Anorexie hat innen kein Futter“

Etwas 14 von tausend Frauen und fünf von tausend Männern leiden in Deutschland unter einer Essstörung - Anorexie, die Magersucht, ist eine davon. 

Wer sich bei einer nahestehenden Person Sorgen macht, dass diese immer dünner wird, sollte das ansprechen. Man kann durch das Ansprechen der Symptomatik keine Essstörung auslösen. Oft berichten Betroffene, dass sie darauf angesprochen werden wollten, auch wenn sie es anfangs abgestritten hätten oder sauer geworden wären.  

Eine Anorexie tritt immer früher auf, nicht selten sind neun- bis zehnjährige Mädchen betroffen. Gerade hier ist es wichtig, so schnell wie möglich zu behandeln und diese in einen gesunden Gewichtsbereich zu bringen. Die Heilungschancen steigen, je früher behandelt wird. Es dauert leider oft lange, bis die richtige Diagnose gestellt und eine Behandlung begonnen wird.  

Der häufig lange Weg lohnt sich, viele gesunden ganz. Die Ursachenforschung stellt sich oft als Detektivarbeit heraus – Charaktereigenschaften, soziokulturelle und familiäre Faktoren, wie ungesunde Schönheitsideale und Ernährungsgewohnheiten in der Familie, genetische Anlagen etc. Hat man diese identifiziert, kann man daran arbeiten.

Unter https://www.generation-psy.de/kampagnen/anorexie/ erfährt man mehr darüber - Generation PSY möchte junge Menschen für den Beruf der Psychiater*in begeistern und gibt auch dazu lesenswerte Infos. Die aktuelle Kampagne widmet sich dem wichtigen Thema Essstörung.

Die Generation PSY ist in ganz Deutschland aktiv, koordiniert wird die Initiative von Berlin aus und zwar durch die DGPPN.

 

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April-Blog

Mit den Augen von jungen Erwachsenen schaut die Welt oft anders aus (Zeichnung Peter Bechmann)

Psychiatrische Station speziell für junge Erwachsene in München

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München schafft ein Angebot für die Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen, die sich in einer sensiblen Entwicklungsphase befinden. Bei etwa 20 Prozent der jungen Erwachsenen treten psychische Störungen auf. Der Übergang von der Jugend- zur Erwachsenenpsychiatrie ist oft nicht einfach. Gerade auf diese Zielgruppe mit affektiven Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen wollen die Verantwortlichen individuell eingehen. Besonders ist der generationsübergreifende Ansatz der MPI-Forschungsklinik: „Junge lernen von Älteren und umgekehrt, das ist eine Chance, die wir nicht ungenutzt lassen“, schätzt es die Leiterin der Station, Oberärztin Dr. Claudia Leucht ein. Primär seien die Jugendlichen zwar unter sich, aber in eine Station mit älteren Patienten eingebettet.

Der psychotherapeutische Ansatz vereinigt verschiedene Angebote. Die jungen Menschen werden mit Arbeits-, Ergo- und Sporttherapie auf den Wiedereinstieg in Schule, Ausbildung oder Beruf vorbereitet und dabei sozialpädagogisch unterstützt.

Mehr Informationen finden Sie unter https://www.psych.mpg.de/2880539/junge-erwachsene?c=25045 und https://www.psych.mpg.de/junge-erwachsene

 

Mit den neuen Leitlinien gibt es hoffentlich Licht am Ende des Tunnels (Foto: Alexandra Pohndorf)


dgppn: Neue Leitlinie für die Behandlung von Borderline

Unter Federführung der DGPPN wurde erstmals eine evidenzbasierte Behandlungsleitlinie für die Borderline-Persönlichkeitsstörung erarbeitet. Eine interdisziplinäre Leitliniengruppe mit Fachleuten aus 23 Fachgesellschaften empfiehlt spezielle, an die Besonderheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung angepasste Psychotherapien, die auch das soziale Umfeld einbeziehen. Mit der Therapie soll bei Bedarf schon im frühen Jugendalter begonnen werden.

Betroffenen fällt es schwer, Gefühle und Verhalten zu regulieren. Sie sind impulsiv, emotional instabil und haben Probleme mit sozialen Beziehungen. Auch selbstverletzendes Verhalten tritt häufig auf. Die Erkrankung entwickelt sich meist im frühen Jugendalter. Etwa zwei von 100 Personen sind betroffen.

Die zentrale Behandlungsempfehlung der neuen Leitlinie: Borderline-Persönlichkeitsstörungen sollen mit Hilfe spezifischer, strukturierter Psychotherapien von speziell weitergebildeten Therapeutinnen und Therapeuten behandelt werden. Empfohlen werden Programme, die auf klassischen therapeutischen Verfahren aufbauen, aber insbesondere in Bezug auf Beziehungsgestaltung und selbstschädigendes Verhalten die Besonderheiten der Borderline-Persönlichkeitsstörung adressieren. Speziell für die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und die Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) liegen gute Nachweise der Wirksamkeit vor, wenn Symptome wie selbstverletzendes Verhalten oder Suizidalität im Vordergrund stehen. Eine medikamentöse Behandlung wird ausdrücklich nicht als primäre Therapie empfohlen.

Diese – und weitere – Informationen stammen von der DGPPN https://www.dgppn.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2022/neue-bps-ll-1.html und auch https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/139457/S3-Leitlinie-zur-Borderline-Persoenlichkeitsstoerung-erschienen

Die Langfassung der Leitlinien (Dateigröße 7 MB) können Sie hier herunterladen.

 


Headergrafik von der Webseite www.dgpm.de

Dauerlärm kann Depressionen hervorrufen

Lärm versetzt den Körper automatisch in Alarmbereitschaft. So erhöht sich zum Beispiel der Blutdruck, und Stresshormone werden aktiviert. Wird Lärm zum Dauerzustand, können chronische Krankheiten entstehen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Anlass ist der Tag gegen den Lärm am 27. April. Lesen mehr dazu unter https://www.dgpm.de/de/presse/presse-informationen/presse-information/laermbelaestigung-foerdert-depressionen/  


Headergrafik auf der Webseite https://deutscher-psychosomatik-kongress.de

„Altern im Wandel – Perspektiven und Handlungsfelder“ - Kongress vom 3. bis 5. Mai 2023 in Berlin

Jeder fünfte ältere Mensch leidet unter seelischen Erkrankungen. Während Psychotherapie von dieser Bevölkerungsgruppe lange Zeit wenig in Anspruch genommen wurde, findet jetzt ein Wandel statt, und es kommen immer mehr Ältere in Behandlung. Damit erhalten sie nicht nur ihre psychische, sondern auch ihre körperliche Gesundheit – denn traumatische Erlebnisse beschleunigen die Alterung und kosten gesunde Lebensjahre.

Der Zusammenhang von Altern, Psyche und Körper ist Schwerpunktthema des Deutschen Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, der unter dem Motto „Altern im Wandel – Perspektiven und Handlungsfelder“ stattfindet.

Der Kongress selbst findet vom 3. bis 5. Mai 2023 in der Urania Berlin e.V. statt. Weitere Informationen gibt es unter https://deutscher-psychosomatik-kongress.de/.

Auf einer Vorab-Online-Pressekonferenz am 26. April zwischen 12 und 13 Uhr informieren Expertinnen und Experten über neue Erkenntnisse dazu. Teilnahmelink: https://attendee.gotowebinar.com/register/8076176119369535577.

 


Headergrafik der Webseite www.woche-seelische-gesundheit.de

Wochen der seelischen Gesundheit in München und deutschlandweit

Im Oktober ist es wieder soweit. In München und in vielen anderen Städten bundesweit findet die Woche der Seelischen Gesundheit statt. Während vom 5. bis zum 13. Oktober in München die Woche unter dem Motto “Alles digital” steht, setzt sich die bundesweite Aktionswoche unter dem Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen” vom 10. bis 20. Oktober mit dem Thema “Ängste in Krisenzeiten” auseinander.

Wer an der Münchner Woche für Seelische Gesundheit mit einer eigenen Veranstaltung teilnehmen will, kann sich kostenlos unter diesem Link anmelden:
https://www.woche-seelische-gesundheit.de/veranstalter-anmelden/

Wer sich für die bundesweite Aktionswoche für Seelische Gesundheit interessiert kann sich hier informieren:
https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/

Grafik zur Woche der Seelischen Gesundheit auf der Seite https://www.seelischegesundheit.net/


Ausschreibung: DGPPN-Antistigma-Preis 2023

Seit 2008 vergibt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) jährlich ihren DGPPN-Antistigma-Preis – Förderpreis zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, der wieder mit 10.000 Euro dotiert ist.

Auf der Webseite der DGGPN heißt es dazu: “Ausgezeichnet werden Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen engagieren”.

Die Bewerbungsfrist läuft bereits am 5.6.2023 ab.

Alle Informationen zum Wettbewerb und die Ausschreibung selbst finden Sie unter:
https://www.dgppn.de/die-dgppn/ehrungen-und-preise/gesellschaft.html

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März-Blog

Fotomotiv zur Veranstaltung “Psychische Krisen: Wege aus der Hilflosigkeit hin zur Bewältigung (Präsenzveranstaltung in Nürnberg)” auf der Seite www.lappk-bayern.de

Angebote vom Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V. Bayern

- Tagung in Nürnberg: Psychische Krisen - Wege aus der Hilflosigkeit hin zur Bewältigung am Samstag, 20. Mai  2023 (Präsenzveranstaltung)

 Eine Tagung, zu "Psychische Krisen: Wege aus der Hilflosigkeit hin zur Bewältigung!" findet am Samstag, den 20. Mai 2023 von 11.15 bis 16.00 Uhr in Nürnberg statt. Veranstalter ist der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (LVB ApK). Das erste bayrische Landestreffen des ApK nach drei Jahren erzwungener Corona-Pause wartet mit einem spannenden Programm auf.

"Soforthilfe bei psychischen Krisen“ wird von den Krisendiensten Bayern angeboten. Was genau unter dieser Soforthilfe zu verstehen ist, wird Thema eines Vortrags sein. Ebenso werden aber auch die Chancen und Grenzen der Krisendienste Bayern kritisch unter die Lupe genommen."  - lässt der ApK auf seiner Website dazu verlauten. Ebenfalls in einem Vortrag wird erläutert, warum unsere Interpretationen von Erlebnissen und Gefühlen wesentlich für unsere Resilienz sind. Das Highlight wird der trialogische Austausch zwischen Menschen mit psychischen Problemen, Angehörigen und Behandelnden sein.

Veranstaltungsort ist das Caritas-Pirckheimer-Haus (cph)  in der Königstraße 64, 90402 Nürnberg. Die Anmeldung sollte bis spätestens 17. Mai 2023  beim LVB ApK,, 9.15 Uhr erfolgen, entweder direkt auf der Internetseite https://www.lapk-bayern.de/service/termine/ oder telefonisch  Tel.: 089/51 08 63 25. Die Kosten betragen für Mitglieder des Landesverbands 15 Euro, für Nichtmitglieder 20 Euro und für Psychiatrieerfahrene 5 Euro. Im Preis ist ein Mittagsimbiss enthalten.

- Online-Seminare:

"Psychiatrische Begutachtung: Was Angehörige wissen sollten" am Mittwoch, 12. April 2023 von 18:00 - 20:00 Uhr.

Referent: Dr. med. Markus L. Wittmann, MHBA, Ärztlicher Direktor/Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Bezirksklinikum Wöllershof

"Angst- und Panikstörungen: Was kann helfen?" am Dienstag, 13. Juni 2023 von 17:30 - 19:30 Uhr.

Referent: Prof. Dr. med Zwanzger, Chefarzt Allgemeinpsychiatrie und Psychosomatik kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn

"Schizophrenie: Eine Erkrankung mit vielen Gesichtern": Teil 1: Erkrankung und Behandlung (11.7.23, 18-20:30 Uhr) und Teil 2: Leben mit der Erkrankung (18.7.23, 18-20:30 Uhr)

Referenten: Prof. Dr. med. Johannes Hamann, Ärztlicher Direktor, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Bezirksklinikum Mainkofen und ein EX-IN-Genesungsbegleiter, der über die Erfahrungen mit seiner Erkrankung berichtet.

Mehr zu Bezahlung (Mitglieder des ApK Teilnahme kostenfrei) und Anmeldung finden Sie unter https://www.lapk-bayern.de/service/termine/

 

Andreas Meyer mit einem Foto seiner Lesung im Literaturbüro als Bild zu seinem Beitrag auf https://mutmachleute.de

Mutmachleute brauchen selbst Mutmacher

– Aufruf von Andreas Meyer, BASTA-Mitarbeiter

Gesicht zeigen und Mut machen: genau dies ist das zentrale Anliegen des Vereins “Mutmachleute”.

Es ist traurig, wenn Leute, die anderen Leuten Mut machen, selbst Mutmachleute brauchen. "Völlig unerwartet sind uns bereits bewilligte und zugesagte Fördermittel auf einen Bruchteil gekürzt worden." las ich in ihrem Hilferuf. Ehrensache, dass ich zehn Euro spendete, die von der VR-Bank verdoppelt werden, wenn das Crowdfunding für die Deutschlandtour der Mutmachleute erfolgreich ist.

Von den benötigten 5.060.- € sind erst 2.400.- € an Spenden eingegangen, es bleibt noch Zeit bis zum 8. Mai. Das ist nicht lang - zwar kenne ich keinen Mutmacher persönlich, doch ihnen geht es genauso wie BASTA um Anti-Stigma-Arbeit und Akzeptanz von psychisch Kranken, Sichtbarkeit und Unterstützung. Ich wünsche mir von Herzen, dass die Spenden fließen und das Spendenziel schnell erreicht wird. Vielleicht lerne ich ja noch ein paar Mutmacher kennen - das freute mich sehr.

Die Mutmachleute sind ein eingetragener Verein, in mehreren Bundesländern sowie der Schweiz tätig und möchten mit ihrer Wanderausstellung Begegnungen und Gespräche ermöglichen – doch ohne Moos nix los. Spendet! JETZT!

https://mutmachleute.de/ und mein Beitrag https://mutmachleute.de/generalisierte-angststoerung-ich-bin-grenzgaenger/    


Werbung für den H-Team-Künstlerpreis 2023 auf der Seite www.h-team-ev.de

H-Team Kunstwettbewerb Photographie

Der H-Team e.V. lobt zum zwanzigjährigen Bestehen seiner Abteilung “Betreutes Einzelwohnen” einen internationalen Kunst-Wettbewerb aus, bei dem jede/r ein Photo einreichen darf. Sofern Gelder dafür gewonnen werden, werden diese auch an die Preisträger ausgeschüttet. Das Motto ist:

„nebeneinander – miteinander – durcheinander“

Schirmherrin ist Frau Maria Peschek, deutsche Kabarettistin, Schauspielerin und Bühnenautorin, die mit mundartlichen Programmen hervortritt.

Die Einreichungsfrist ist der 31.05.2023 um 24.00 Uhr, die Preisverleihung ist für den 27.7.2023 anvisiert. Vor der Teilnahme wird darum gebeten, die Teilnahmebedingungen gründlich zu lesen. Diese finden sich unter: https://www.h-team-ev.de/wp-content/uploads/2023/03/Einladungsschreiben_Ausschreibung_Fotowettbewerb_2023_06_03.pdf und unter https://www.h-team-ev.de/aktuelles/ gibt es regelmäßig Updates. 

Für Fragen wenden Sie sich bitte an Torsten Sowa email: Torsten.Sowa@h-team-ev.de .


Foto mit zwei Frauen und fünf Männern in einem Hörsaal

DIe Vortragenden beim Symposium am 18.3. im Hörsaal: (von links: Klinikdirektor Prof. Dr. med. Josef Priller, Dr. med. Felix Brandl, Elfriede Scheuring, stellvertr. Klinikdirektor Prof. Dr. med. Stefan Leucht, Prof. Dr. med. Josef Bäuml, Dr. Irene Bighelli und Peter Bechmann

Symposium „Behandlung von Psychosen“ voller Erfolg

Am Samstag, dem 18.03.2023, fand im Klinikum rechts der Isar eine Tagung zum Thema „Behandlung von Psychosen in Forschung und Praxis – Wissen schafft Heilung“ statt (Wir berichteten über das Programm im Blog).

BASTA wurde von Elfriede Scheuring und Peter Bechmann vorgestellt. Während Elfriede Scheuring über die verschiedenen Aktivitäten von BASTA und das Schulprojekt sprach, berichtete Peter Bechmann von seinen Erfahrungen als Betroffener in den Begegnungsstunden. Beide bekamen viel Appaus von den Besuchern des Symposiums.


Cover des Buches “Freiburg – Paris: Grenzerfahrungen aus dem Leben eines jungen Mannes - Mein Weg aus der Psychose” erschienen im Verlag Traugott Bautz

Buchbesprechung: „Freiburg – Paris: Grenzerfahrungen aus dem Leben eines jungen Mannes - Mein Weg aus der Psychose“

Konstantin Schwarzmüller, geboren 1977, Diplom-Religionspädagoge (FH) und Pharmazeutisch-Technischer Assistent, erkrankt mit 19 Jahren an einer schizophrenen Psychose. Dadurch verändert sich vieles in seinem Leben. Mutig und mit großer Offenheit schildert Schwarzmüller in seinem Buch „Freiburg – Paris: Grenzerfahrungen aus dem Leben eines jungen Mannes – Mein Weg aus der Psychose“ viele Stationen in seinem Leben. Der reiselustige Mann unternimmt immer wieder Fluchten aus Situationen, in denen er sich irgendwo überfordert fühlt. Außerdem wehrt er sich gegen Diskriminierungen zum Beispiel durch die Kirche. Das Buch ist ein Plädoyer dafür, sich trotz aller Misserfolge, Diskriminierungen und anderen Widrigkeiten den Optimismus nicht nehmen zu lassen. Es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Enttabuisierung psychischer Krankheiten in der Gesellschaft.

Das Buch ist entweder direkt über den Verlag (https://www.bautz.de/product-page/konstantin-schwarzm%C3%BCller-freiburg-paris) oder im Buchhandel erhältlich. Die ISBN lautet 978-3-95948-575-3. Es kostet 10 Euro und hat einen Umfang von 56 Seiten inklusive 14 Bildern.

 

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Februar-Blog

Tabletten und ein Glas Wasser (Foto Peter Bechmann)

TUM: Meta-analysen zur Reduktion von Dosis und Polypharmazie antipsychotischer Medikamente bei Schizophrenie

Oft wird Menschen bei Schizophrenie eine Therapie mit mehr als einem Antipsychotikum oder mit einer hohen Dosierung angeboten, um eine wirksame Behandlung zu erreichen. Zwei systematische Übersichtsarbeiten mit Metaanalyse der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Technischen Universität München (TUM) beschäftigen sich mit der Reduktion der Dosierung (A) und der Reduktion der Anzahl der Antipsychotika (B). Es wurden Daten über die Wirkung der Behandlungen, unter anderem über Lebensqualität und Rückfälle, Anzahl der Studienabbrecher*innen, Symptomatik und Nebenwirkungen sowie Mortalität gesammelt.

Im Fall B ergab sich, dass bei einer Verringerung der Anzahl der Antipsychotika die Zahl der Teilnehmer*innen, die die Studie vorzeitig verlassen, erhöht sein kann (insbesondere aufgrund der mangelnden Wirksamkeit der Behandlung) und dass eventuell mit einer Verringerung der Negativsymptome zu rechnen ist. Die anderen untersuchten Wirkungen zeigten keinen Einfluss.  Die Wissenschaftler*innen weisen darauf hin, dass diese Ergebnisse teils auf einer geringen Datenbasis beruhen und daher mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.

Auch in Fall A ergab sich kein einheitliches Bild: Es zeigte sich, dass eine Verringerung der Dosis die Zahl der Teilnehmer*innen mit einem Rückfall erhöhen kann. Gleichzeitig gab es keinen Einfluss auf die Rückkehr ins Krankenhaus (unsicher) und wahrscheinlich gab es mehr Teilnehmer*innen, die die Studie aufgrund von Nebenwirkungen verlassen haben. Wahrscheinlich zeigte sich kein Einfluss auf Lebensqualität und Funktionsfähigkeit. Die Daten könnten nach Meinung der Wissenschaftler*innen Betroffenen und Ärzt*innen immerhin im Rahmen einer gemeinsamen Entscheidungsfindung dabei helfen, die Vor- und Nachteile einer Reduzierung der Dosis in Einzelfällen abzuwägen, sobald eine klinische Stabilität erreicht ist.

Diese Informationen stammen von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TUM. Die wissenschaftlichen Originalartikel finden Sie unter https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD014384.pub2/full und https://www.cochranelibrary/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD014383.pub2/full.

Alle Informationen zum Projekt sind auch auf der Website der Klinik unter https://www.psykl.mri.tum.de/node/82 verfügbar. Für den Kontakt steht Dr. Irene Bighelli unter irene.bighelli@tum.de bereit.   


Grafik auf der Seite https://kbo-iak.de zur stationsäquivalenten Behandlung (StäB)

was ist Stationsäquivavalente Behandlung (StäB)?

StäB ist eine intensiv aufsuchende akutpsychiatrische Behandlung, an sieben Tagen die Woche durch ein multiprofessionelles Team, also eine Behandlung in gleicher Intensität und mit den gleichen Mitteln wie in der Klinik – nur dass sie Zuhause stattfindet.

Eine aufsuchende Behandlung erscheint möglich und sinnvoll, wenn Patient*innen stark auf die Vertrautheit ihrer häuslichen Umgebung angewiesen sind.

Ein multiprofessionelles Team unter der Leitung von Dr. Eva Ketisch, Dr. Gunter Weikl und Frau Tina Bareither ist seit Oktober 2018 klinikübergreifend zuständig für das StäB-Behandlungsangebot.

Kontaktaufnahme zum StäB-Team bitte immer telefonisch über die Zentrale Aufnahme 089/4562-3486. Die Informationen über StäB stammen von https://kbo-iak.de/kliniken-und-bereiche/kbo-stationsaequivalente-behandlung-staeb-muenchen.

StäB gibt es auch in anderen Städten Deutschlands.


Die Villa auf der Seite https://kbo-iak.de über die kbo-Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie

Die „Villa“ in München: niederschwellige Hilfe bei Suchtproblemen

Das kbo-Isar-Amper-Klinikum bietet mit der Ambulanz und Tagesklinik in der Schwabinger „Villa“ eine Alternative zum stationären Entzug an.

Informationen zu Öffnungszeiten, Terminenabsprachen und Aufnahmekriterien finden Sie unter  https://kbo-iak.de/standorte/kbo-isar-amper-klinikum-haar/kbo-klinik-fuer-suchtmedizin-und-psychotherapie. Als Notfallnummer ist mit 089/4562-0 die zentrale Aufnahme des kbo-Isar-Amper-Klinikums in Haar angegeben.

Für Bewohner im Münchner Norden ist primär die Ambulanz und Tagesklinik der kbo-Klinik Nord in der Leopoldstraße 175 zuständig. Anmeldung unter Tel. 089/206022-522!


Headergrafik auf der Seite www.aerzteblatt.de

aerzteblatt.de:
Die Rolle der Polizei in der psychiatrischen Versorgung

Polizistinnen und Polizisten sind oft an der Einweisung von psychisch erkrankten Menschen in die Psychiatrie beteiligt. Fragen zur konstruktiven Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen eines interdisziplinären Symposiums erörtert. Das Symposium wurde von der Forschungsgruppe SALUS unter der Leitung der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin am Universitätsklinikum Bochum des Landschaftsverbands Westfalen Lippe (LWL) initiiert.

Prof. Dr. jur. Thomas Feltes, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, verwies auf fehlende Kenntnisse über psychische Störungsbilder und eine damit einhergehende Überforderung. Laut Feltes sei es wichtig für die Einsatzkräfte, Ruhe zu bewahren, langsam und deutlich zu sprechen, sich nicht provozieren zu lassen, Drohungen zu vermeiden, Hilfe anzubieten und Verständnis sowie Interesse an der Person zu zeigen. Die Polizeikräfte sollten aktiv versuchen herauszufinden, wie sie die Situation verbal und nonverbal ohne Einsatz von Gewalt lösen können.

Helfen könne ebenfalls, wenn möglichst viele Informationen bei der Leitstelle gesammelt und an die Einsatzkräfte weitergegeben werden. Auch eine Liste von rund um die Uhr verfügbaren Psychiaterinnen und Psychiatern, die in Notsituationen hinzugerufen werden können, hält Feltes für sinnvoll. Wichtig seien vor allem Fortbildungen in den Wachen, in denen reale Fälle aufgearbeitet und so ein Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden könne. Ein solches Fortbildungsprogramm gibt es unter dem Namen „Irre menschlich Hamburg“. Es handelt sich dabei um eine trialogische Bürgerinitiative in Hamburg.

BASTA hat ebenfalls ein Projekt für Polizeibeamte mit einem ähnlichen Konzept wie Prof. Dr. jur. Thomas Feltes fordert. (www.bastagegenstigma.de/polizeiprojekt). BASTA wird an die beiden bayrischen Polizeifachhochschulen zu Seminaren eingeladen. In Bayern gibt es den Krisendienst, der Polizeibeamte unterstützt.

Weitere interessante Informationen sind nachzulesen unter (https://www.aerzteblatt.de/archiv/229821/Interprofessionelle-Zusammenarbeit-Die-Rolle-der-Polizei-in-der-psychiatrischen-Versorgung). 


Terminerinnerung:
Symposium „Behandlung von Psychosen“ am 18.03.2023 in München am Klinikum rechts der Isar

Am Samstag, dem 18.03.2023, findet im Klinikum rechts der Isar eine Tagung zum Thema „Behandlung von Psychosen in Forschung und Praxis – Wissen schafft Heilung“ statt. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr und endet um 14 Uhr. Genaueres zu den Vorträgen siehe Januar-Blog!

Die Veranstaltung findet im Hörsaal A im Klinikum rechts der Isar, Zugang über die Einsteinstraße, statt. Der Veranstalter ist die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie vom Klinikum rechts der Isar an der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München. Die Website lautet https://www.psykl.mri.tum.de. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. CME-Punkte sind beantragt. 


Cover des Buches “Dem Zwang die rote Karte zeigen” von Susanne Fricke und Katharina Armour, erschienen im Balance-Verlag

Buchbesprechung:
„Dem Zwang die rote Karte zeigen – Ein Ratgeber für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern“ von Susanne Fricke und Katharina Armour

Sind Jugendliche und Kinder von einer Zwangserkrankung betroffen, trifft dies die Eltern mit. Das Buch gibt der Familie ein Werkzeug an die Hand, den Zwang in Schach zu halten und oft auch ganz zu überwinden. Es ist für die Heranwachsenden altersgerecht geschrieben – die Autorinnen sind erfahrene Psychotherapeutinnen im Umgang mit dem Zwangsmonster, wie die Erkrankung auch humorvoll bildlich benannt wird.

Zuerst werden Zwänge definiert, deren Entstehung beleuchtet, eine Abgrenzung zum Normalen vollzogen, im zweiten Kapitel werden Hilfsmöglichkeiten durch Professionelle und Medikamente aufgezeigt, im dritten Kapitel die eigenen Ressourcen gegen den Zwang dargelegt. Wie Familie die Betroffenen unterstützen können, wird ebenfalls beschrieben. Zum Schluss werden häufige Fragen zum Zwang beantwortet, Anlaufstellen und Literatur aufgelistet und last but not least alle Arbeitsblätter abgedruckt, die man aber auch im Internet downloaden kann.

Das Buch ist einfühlsam, humorvoll geschrieben, praxisorientiert und mit vielen zahlreichen konkreten Beispielen versehen – es hilft dabei, die Krankheit zu verstehen, holt die Betroffenen aus ihrer Einsamkeit und unterstützt sie Schritt für Schritt dabei, wieder ihr Leben zu leben.

„Dem Zwang die rote Karte zeigen – Ein Ratgeber für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern“ ist im Balance buch + medien verlag erschienen (ISBN 978-3-86739-240-2) und kostet 18.- Euro.
(https://balance-verlag.de/product/dem-zwang-die-rote-karte-zeigen/)

 

 

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Januar-Blog

Motive des Einladungsflyers der Tagung “Behandlung von Psychosen in Forschung und Praxis - Wissen schafft Heilung”

Symposium „Behandlung von Psychosen“ am 18.03.2023 in München am Klinikum rechts der Isar

Am Samstag, dem 18.03.2023, findet im Klinikum rechts der Isar eine Tagung zum Thema „Wissen schafft Heilung - Behandlung von Psychosen in Forschung und Praxis – “ statt. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr mit einem Vortrag über „Die richtige Mischung aus Wissenschaft und Praxis in der Schizophreniebehandlung“ von Prof. Dr. Stefan Leucht. Weitere Themen sind „Was kann man neben der Medikation anbieten? Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Shared Decision Making Apps und andere psychosoziale Therapien“ von Dr. Irene Bighelli und „Was ist der neueste Stand zur Pathophysiologie der Schizophrenie aus bildgeberischer Sicht?“ von Dr. Felix Brandl.  Vorträge von Prof. Dr. Josef Bäuml, Alexandra Wagner und Dr. Isabel Maurus  beschäftigen sich mit der Frage „Warum sind viele Angehörige so unzufrieden? Können Psychoedukative Gruppen und Psychose-Seminare helfen?“.

Elfriede Scheuring und Peter Bechmann stellen „BASTA – das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen“ und seine erfolgreichen Antistigma-Projekte in der Öffentlichkeit vor. Den Schlusspunkt setzt Prof. Dr. Josef Priller mit „Was bedeutet das vom Bundesministerium neu gegründete Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit für die Versorgung und Erforschung von Psychosen und darüber hinaus?“.

Die Veranstaltung findet im Hörsaal A im Klinikum rechts der Isar, Zugang über die Einsteinstraße, statt. Der Veranstalter ist die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie vom Klinikum rechts der Isar an der Technischen Universität München, Ismaninger Straße 22, 81675 München.

Den Einladungsflyer können Sie hier als PDF herunterladen.
Die Website der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie lautet https://www.psykl.mri.tum.de.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. CME-Punkte sind beantragt. 


Headergrafik des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) auf der Webseite www.lvr.de

LVR-Fokustagung „Update Posttraumatische Belastungsstörung“ am 15.03.2023 in Köln

Am Mittwoch, dem 15.03.2023, findet von 9:30 bis 17:00 Uhr in Köln-Deutz die LVR-Fokustagung zum Thema „Update Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) – Prävention, Diagnostik und Therapie“ statt. Veranstaltungsort ist der Raum Wupper im LVR-Horion-Haus, der Veranstalter heißt Landschaftsverband Rheinland (LVR).

Die Vorträge spannen einen Bogen von der Geschichte („Wie die PTSD nach dem 2. Weltkrieg entstand“) über allgemeine Themen wie „Diagnostik und Klassifikation der PTSD“, „Psychotherapie bei der PTSD“ und „Pflegerischer Umgang mit PTSD“ bis zu aktuellen Themen: „Akute Traumatisierung: Lehren aus der Flutkatastrophe in NRW“ und „Psychotherapie der PTSD bei Geflüchteten“. Außerdem werden „Besonderheiten der PTSD im Kindes- und Jugendalter“ sowie „PTSD im höheren Lebensalter“ abgedeckt.

Die Anmeldung startet ab sofort bei Astrid Hessel, LVR-Institut für Forschung und Bildung, Akademie für seelische Gesundheit, Kölner Straße 82, Haus 30, 40764 Langenfeld, Tel.: 02173/102-5101 oder E-Mail: fokustagung2023@lvr.de. Das komplette Programm steht unter https://tagungen-klinikverbund.lvr.de/de/nav_main/lvr_fokustagungen/lvr_fokustagung_1/programm_9/inhaltsseite_7.html im Internet. Die Veranstaltung ist hybrid, findet also sowohl online als auch als Präsenzveranstaltung statt.

 


Headergrafik auf der Webseite www.psych.mpg.de des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie

MPI für Psychiatrie: Ähnlichkeiten zwischen Schizophrenie und Demenz

Wie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie berichtet, wurde erstmals eine Ähnlichkeit zwischen Schizophrenie und einer speziellen Form der Demenz entdeckt. Forscher verglichen dabei Schizophrenie und frontotemporale Demenz, die beide in den frontalen und Schläfenlappen-Regionen des Gehirns verortet werden. Der deutsche Psychiater und Gründer des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie, Emil Kraepelin, prägte bereits 1899 den Begriff der „Dementia praecox“, “um den fortschreitenden geistigen und emotionalen Verfall junger Patient*innen zu beschreiben”, wie es in der Veröffentlichung auf der Seite des MPI heißt. Und weiter: “Da nur 25 Prozent der Betroffenen diese schlechte Verlaufsform zeigten, wurde er angefeindet”.

Im Artikel wird berichtet, dass die frontotemporale Demenz (FTD), insbesondere die behaviourale Variante (bvFTD), im Anfangsstadium schwer zu erkennen sei, denn sie wird häufig mit einer Schizophrenie verwechselt. Tatsächlich gibt es erste stichhaltige Hinweise für “neuroanatomische Muster im Gehirn von bestimmten Schizophrenie-Patienten, die der Signatur von Patient*innen mit frontotemporaler Demenz ähneln.”

Die  Wissenschaftler Nikolaos Koutsouleris und Matthias Schroeter, beide Forscher und Ärzte am MPI, konnten nun mit Hilfe von künstlicher Intelligenz solche neuroanatomische Gehirn-CTs vergleichen und in einer Studie 41 Prozent der Schizophrenie-Patienten als bvFTD-Patienten identifizieren.

Als praktischen Nutzen der Studie könnte in Zukunft eine bessere Unterscheidung dieser beiden Krankheitsbilder stehen. „Dann kann man frühzeitig eine intensive therapeutische Begleitung einleiten, um verbliebene Genesungspotentiale auszuschöpfen“ so der Forscher Nikolaos Koutsouleris.

Diese Informationen stammen vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Der ganze Artikel mit weiteren Einzelheiten kann unter https://www.psych.mpg.de/2858351/news_publication_19058200_transferred?c=25045 abgerufen werden. 


Fotocollage “Mond” von Alexandra Pohndorf aus dem Buch “Psycho-Tisch”.

Neue Zürcher Zeitung (NZZ): Hilfe bei Schlafstörungen

Wir sind eine Gesellschaft von Übermüdeten. Manche können nicht schlafen, andere nehmen sich dafür zu wenig Zeit, das Ergebnis ist dasselbe: Der Körper wird krank, die Psyche instabil, der Intellekt bleibt unter seinen Möglichkeiten. Das berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).

Zu den möglichen körperlichen Problemen gehören: Wer regelmäßig weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, hat ab dem Alter von 45 ein um 200 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Außerdem senkt Schlaf den Blutdruck, lässt das Mikrobiom im Darm gedeihen, verhindert Diabetes und reguliert den Appetit. Was jedoch vielfach unterschätzt wird, ist die Bedeutung für die mentale Gesundheit.

Der ausführliche Artikel gibt eine Übersicht über die wissenschaftliche Entwicklung der Schlafforschung, Details zu verschiedenen Schlafstörungen, deren Auswirkungen auf die Gesundheit und verschiedene Möglichkeiten der Behandlung.

Diese Informationen stammen von der NZZ (https://www.nzz.ch/gesellschaft/komm-suesser-schlaf-anleitung-fuer-eine-geruhsame-nacht-ld.1711886?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE). 


Cover des Buches “Junge Menschen mit Psychosen begleiten” erschienen im Psychiatrie-Verlag

Buchbesprechung: „Junge Menschen mit Psychose begleiten“

Junge Menschen stehen vor besonderen Herausforderungen: Sie müssen sich von den Eltern abnabeln. Sie müssen ihren Platz im Beruf finden und sich eigene Beziehungen aufbauen. Gleichzeitig treten erste psychotische Episoden häufig schon im jungen Erwachsenenalter auf. Deshalb brauchen Jugendliche und junge Erwachsene eine spezielle Behandlung. Hier greift das Frühinterventions- und Therapiezentrum (FRITZ) ein. Das Buch „Junge Menschen mit Psychose begleiten“ von Andreas Bechdorf, Karolina Leopold, Anja Lehmann und Eva Burkhardt sieht sich als Praxisbuch zum FRITZ. Es wendet sich an Profis verschiedener Art. Das Modell sieht ein multiprofessionelles und modulares (niedrigschwelliges) Angebot vor. Dabei stehen psychotherapeutische und medizinische neben sozialen Angeboten und  Ausbildungs- und Jobcoaching. Auch Genesungsbegleiter*innen sollten in das Angebot aufgenommen werden. Das Buch gliedert sich in einen Grundlagen- und einen Praxisteil. Es sind auch verschiedene Downloadmaterialien verfügbar.

Das Buch ist im Psychiatrie-Verlag unter der ISBN 978-3-96605-114-9 erschienen – auch als E-Book. Es kostet 30 Euro. Zu bestellen unter anderem unter diesem Link: https://psychiatrie-verlag.de/product/junge-menschen-mit-psychosen-begleiten/

 


Das Tutzinger Schloss im Winter (Foto: eat archiv)

Terminerinnerung:
“Was gibt´s denn da zu lachen? Über Humor und Psychiatrie” vom 17. - 19. Februar 2023 an der Evangelischen Akademie Tutzing

In einem dreitägigen Programm werden “Humor-Expertinnen und -Experten der Kabarett- und Wissenschaftsbühne” auftreten. Es geht um Humor in Psychotherapie, psychiatrischer Behandlung und Pflege sowie in Kunsttherapie und Seelsorge.
Teilnehmende können in verschiedenen Workshops zu Cartoons, Lachyoga, Humor-Schreiblabor und Liederwerkstatt und Maskenwerkstatt ihr kreatives Potenzial testen. Am Faschingssamstag gibt es als Höhepunkt am Abend einen “Maskenball”.

Noch gibt es Plätze.
Anmeldung unter https://www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/was-gibts-denn-da-zu-lachen-ueber-psychiatrie-und-humor/

Das Programm finden Sie hier als PDF zum Herunterladen.

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Dezember-Blog

Grafik mit den Logos der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, die den Preis ausschreibt und den drei Preisträgern: dem Verein durchblick.ev für “AG Voruteilsfrei”, Kopfsachen e.V. und Irrsinnnig menschlich für “Psychisch fit in der Grundschule: Unsere „verrückten“ Familien!” 

DGPPN – Preisträger: Förderpreis zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen

Die DGPPN ( Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.) und das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit verleihen den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten DGPPN-Antistigma-Preis – Förderpreis zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

Preisträger 2022 sind:

  • AG Vorurteilsfrei 
    Die Jury: “Die Arbeitsgruppe versteht sich als trialogischer Zusammenschluss, der sich für die Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen einsetzt. Es gibt inhaltlich vier Schwerpunkte für die Entsigmatisierungsarbeit: Forschung, Interventionen, Veranstaltungen und Sozialrecht.”
    Homepage: https://www.durchblick-ev.de/ag-vorurteilsfrei/.
    BASTA hat Kontakt aufgenommen und freut sich auf einen Austausch.

  • Kopfsachen e. V. 
    Die Jury: “In den Workshops des Vereins erwerben Jugendliche Wissen und Kompetenzen im Umgang mit der eigenen mentalen Gesundheit. Die Tools und Maßnahmen wirken präventiv gegen die Entwicklung psychischer Erkrankungen. Homepage: https://www.kopfsachen.org/ 

  • Psychisch fit in der Grundschule: Unsere „verrückten“ Familien! 
    Die Jury: “Ein Schulprogramm, das sich zum Ziel gesetzt hat, Stigmata abzubauen, Kinder zu entlasten, Hilfesuchverhalten zu verbessern sowie die Schulgemeinschaft zu stärken. Dadurch wird das schwierige Thema (psychische) Krisen in der Familie in der Schule besprechbar gemacht.”

    Das Programm wendet sich an Kinder, deren Eltern eine psychische Erkrankung haben: “Wir laden Grundschüler*innen ab Klasse 3 und ihre Klassenlehrkräfte ein, mit uns ins Gespräch zu kommen über die kleinen und großen Fragen von Kindern, deren Eltern in seelische Krisen geraten sind.”
    Homepage: https://www.irrsinnig-menschlich.de/psychisch-fit-schule/primarstufe/

     


Logo auf der Webseite psychatriefilme.de

Andrea Rothenburg Regisseurin und Produzentin gegen Stigmatisierung

Die Regisseurin und Produzentin Andrea Rothenburg produziert Dokumentationen für Film, Fernsehen und Radio, um gegen das Unwissen über psychische Erkrankungen anzugehen. Vorurteile abzubauen und für mehr Verständnis zu sorgen, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Auf der Website https://psychiatriefilme.de/ finden Sie viele Dokumentationen, die  psychischen Erkrankungen Leben geben. „Eine psychische Erkrankung kann jeden treffen. Das Eis, auf dem wir gehen, ist sehr dünn und das Thema außerordentlich wichtig. Wenn ein Mensch psychisch erkrankt, ist es mit seiner Lebensgeschichte verknüpft. Diese Geschichten sind besondere Geschichten, die gehört werden wollen“, so Andrea Rothenburg.

Für ihre Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement wurde Andrea Rothenburg 2021 von der DGPPN mit dem Anti-Stigma-Preis ausgezeichnet.


Grafik mit der Single von David Floyd auf der Seite spotify.com

David Floyd - Hier ist was in Bewegung - offizieller Song der Grünen Schleife

Die Grüne Schleife setzt mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ein Statement für mehr Akzeptanz und Toleranz gegenüber psychischen Erkrankungen. Denn fast jede*r Dritte erkrankt im Zeitraum eines Jahres an einer psychischen Erkrankung.

David Floyd hat dazu einen Song geschrieben, für den wir gerne werben:
Hier der Link auf Spotify: https://open.spotify.com/track/21Tpg8yJekpaBzxOcfY4jX?si=c6d6419e148c4545&nd=1

Hier der Link auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=hHajJsSf5H8


Das Kloster Irsee, ein Foto der Webseite bildungswerk-irsee.de

 

16. Fachtagung für Pflege in der Allgemeinpsychiatrie am 23.01.2023 in Kloster Irsee

Die Allgemeinpsychiatrie ist die Basis, das Rückgrat und ein Sammelbecken der psychiatrischen Kliniken. Durch die Corona-Epidemie sind die fachlichen, emotionalen und persönlichen Anforderungen an das Pflegekräfte in der Allgemeinpsychiatrie enorm gestiegen.

Die Tagung bietet den Teilnehmenden durch Impulsvorträge und praxisnahe Workshops die Möglichkeit, neues Wissen zu erlangen, so wirbt der Anbieter. Zu den Workshops gehören „Umgang mit herausforderndem Verhalten“, „Safewards für die Allgemeinpsychiatrie“, „Umgang mit Systemsprengern“, „Psychopharmakologie, Psychoedukation und Medikamententraining“ sowie „Stimmen hören“.

Die Tagung findet vom 23.01.2023 um 14 Uhr bis zum 25.01.2023 um 13 Uhr im Kloster Irsee statt. Der Preis beträgt 495 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung oder 395 Euro inklusive Verpflegung. Die obigen Informationen stammen von https://bildungswerk-irsee.de/seminare/1937.

Das gesamte Programm steht in einem Flyer unter https://irsee.seminar-anmelden.de/api/frontend/file/91159923-0d2d-450d-8912-67db53b035d8. Kontakt aufnehmen können Sie telefonisch unter 08341/906-608 oder -604 oder per E-Mail unter info@bildungswerk-irsee.de.

 


Der Flyer zur Psychiatrie-Tagung in Tutzing zum Thema “Was gibt’s denn da zu lachen”

Psychiatrie-Tagung in Tutzing vom 17. - 19.02.2023: “Was gibt´s denn da zu lachen? – Über Humor und Psychiatrie”

Mit der Erkenntnis “Humor ist, wenn man (trotzdem) lacht!” und der traurigen Einschätzung “Psychiatrie dagegen ist, wenn nichts mehr zu gehen scheint, [und einem] das Lachen vergeht” führen die Initiatoren Hendrik Meyer-Magister und Dr. Heinrich Berger in das besondere Thema dieser Psychiatrie-Tagung in Tutzing am Faschingswochenende ein.
In einem dreitägigen Programm werden “Humor-Expertinnen und -Experten der Kabarett- und Wissenschaftsbühne” auftreten. Es geht um Humor in Psychotherapie, psychiatrischer Behandlung und Pflege sowie in Kunsttherapie und Seelsorge. Vor allem aber können die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops zu Cartoons, Lachyoga, Humor-Schreiblabor und Liederwerkstatt ihr kreatives Potenzial testen.

BASTA-Mitglied Peter Bechmann wird zusammen mit dem Stand-up-Comedian Yannick Sellmann ein Humor-Schreiblabor anbieten.

Hier können Sie sich anmelden: https://www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/was-gibts-denn-da-zu-lachen-ueber-psychiatrie-und-humor/

Hier können sie den Programmflyer herunterladen.


Cover des bekanntesten Buches von Klaus Dörner: “Irren ist menschlich”, erschienen im Psychiatrie-Verlag

Nachruf auf Klaus Dörner

"Der Mensch ist zudem sowohl geeignet als auch gezwungen, sich zu überschreiten, sich zu transzendieren – auf andere Menschen hin, auf die Zukunft hin, auf die Natur hin … " Klaus Dörner, 1993

Der Psychiater Klaus Dörner verstarb am 25. September 2022 im Alter von achtundachtzig Jahren. Er war mit Ursula Plog Mitbegründer des Standardwerks "Irren ist Menschlich", das ich in meiner Studienzeit mehrmals begeistert durcharbeitete, auch noch heute immer wieder aufschlage, um seine Weisheit zu atmen. Eine menschliche Psychiatrie war sein Anliegen, er veränderte das System der Psychiatrie in Deutschland wie nur wenige: Humanismus, Demokratie und Menschlichkeit -- das war ihm wichtig und dafür kämpfte er gegen alle  Widerstände der Professionellen an. Ebenfalls (über-)erfüllte er seine Pflicht als deutscher Staatsbürger, indem er an der Aufklärung der Verbrechen der Nationalsozialisten an den Schwächsten mitwirkte.

"Eine (Psychiatrie) in der psychiatrisch Tätige lernen, sich selbst und das eigene Handeln durch die Augen des Anderen wahrzunehmen. Eine Psychiatrie auf Augenhöhe." (Zitat aus dem Artikel: https://psychiatrie-verlag.de/wir-trauern-um-klaus-doerner/ )-- von seiner Pionierarbeit profitierte ich als Betroffener in unfassbarem Maße. Herr Dörner hinterlässt eine Lücke in der Landschaft der Psychiatrie. Hoffen wir, dass sein Werk die Zeiten überdauert. Wer als Professioneller das Werk "Irren ist menschlich" noch nicht kennt, sollte es sich zu Gemüte führen, auch Angehörigen und selbst Betroffenen wie mir sei es ans Herz gelegt. (Bericht von Andreas Meyer)

Link zum Buch https://psychiatrie-verlag.de/product/irren-ist-menschlich/


Franziska Walser und Edgar Selge (Ausschnitt aus dem Foto unserer Website “Unsere Schirmherren”)

Neues zu unseren Schirmherren Franziska Walser und Edgar Selge

Franziska Walser und Edgar Selge stehen wieder zusammen auf der Bühne im Foyer des Schiller-Theaters in Berlin Charlottenburg. In der Komödie „Rosige Zeiten“ spielen sie ein Ehepaar, das sich nach 50 Jahren scheiden lassen will.

Mehr dazu unter https://www.berlin.de/tickets/theater/rosige-aussicht-3f8e36d8-296a-4bb1-8f2f-9d6992a40336/

Wer in Berlin einen kurzweiligen Abend erleben möchte, dann ist dies hier ein guter Tipp.


BASTA-Mitarbeiter Andreas Meyer liest am 30. Dezember

Erinnerung: Lesung im Münchner Literaturbüro am 30. Dezember 2022

Andreas Meyer, ein Mitarbeiter von BASTA, liest am 30.12.2022 im Münchner Literaturbüro in der Milchstraße 4 in München Haidhausen selbst geschriebene Texte. Der Link zur Veranstaltung https://muenchner-literaturbuero.de/veranstaltung/2083-mlb-lesung-andreas-meyer/.


Winterzauber bei Kreuth am 4. Advent 2022, Foto: Peter Bechmann

Mit dem Satz von Francis Picabia aus dem Logo von Psychiatriefilm.de:
”Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann”
wünscht BASTA allen frohe Feiertage!

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November-Blog

Schirmherr Edgar Selge (Ausschnitt aus dem Foto auf der Webseite)

Bayern 2-Publikumspreis für unseren Schirmherren Edgar Selge

Edgar Selges Buch "Hast du uns endlich gefunden" ist im Oktober 2021 erschienen. Es erzählt von seiner Kindheit, aufgewachsen zwischen Gefängnismauern in einem Haushalt voller Musik. Für sein Buch wurde ihm am 10. November 2023 im Rahmen des Bayerischen Buchpreises der Bayern 2-Publikumspreis verliehen. Ganz herzlichen Glückwunsch!

Eine Jury aus Redakteurinnen und Redakteuren des Bayerischen Rundfunks und Buchhändlerinnen und Buchhändlern hatte aus deutschsprachigen Originalausgaben des letzten Jahres die Vorauswahl getroffen. Online und per Postkarte wurde vom Publikum zwischen fünf Finalisten abgestimmt und unser Schirmherr setzte sich klar gegen seine Mitbewerber durch. Mehr dazu unter https://www.br.de/nachrichten/kultur/wer-soll-den-bayern-2-publikumspreis-bekommen,TJT5vU1


In der psychischen Krise braucht es Behandler. Foto: Peter Bechmann

BASTA-Leserbrief zum SZ-Artikel „Tödlicher Einsatz“ vom 19./20.11.2022

Im “Buch Zwei” der SZ-Wochenendausgabe erschien am 19./20.11. ein Artikel zu den skandalösen Umständen und die traurigen Zahlen, die hinter den wöchentlichen Meldungen zu Polizei-Einsätzen mit tödlichem Ausgang bei Menschen in psychischen Krisen stehen. Der Artikel ist unter https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/polizei-psychose-tod-dortmund-amsterdam-e311083/?reduced=true leider nur mit Abo abrufbar.

Die BASTA-Redaktion hat dazu einen Leserbrief verfasst, der den ausführlichen Beitrag an prominenter Stelle begrüßt, aber in dem sie ihr Bedauern ausdrückt, dass sowohl Krisendienst als auch das BASTA-Polizeiprojekt darin keine Erwähnung finden.

Hier der Leserbrief als PDF-Datei zum Download.

Headerlogo der Webseite www.sim-sozialplanung.de

Studie ‚Sichtbar‘ zur Lebenslage von Menschen mit psychischen
Beeinträchtigungen in München

Gerne weisen wir auf eine Studie der Stadt München hin: Die Landeshauptstadt München möchte mehr über die Lebenssituation von psychisch beeinträchtigten Menschen in München erfahren. Sie hat zu diesem Zweck eine Studie mit dem Titel „Sichtbar“ in Auftrag gegeben. Die vorliegende Online-Befragung ist Teil dieser Studie. Mit der Durchführung wurde das Institut SIM Sozialplanung und Quartiersentwicklung beauftragt. Damit Stadtrat und Verwaltung passende Maßnahmen entwickeln und beschließen können, ist es wichtig, dass sich möglichst viele Personen mit psychischer Beeinträchtigung an der Befragung beteiligen. Die Befragung ist anonym:

Der Link zur Online-Befragung lautet: https://www.surveymonkey.de/r/StudieSichtbar

An der Online-Befragung können Sie bis zum 11.12.2022 teilnehmen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das Institut SIM Sozialplanung und Quartiersentwicklung: Dr. Andreas Sagner; Tel. (089) 725 63 29; E-Mail: andreas.sagner@sim-sozialplanung.de; Website: http://www.sim-sozialplanung.de/ .


BASTA-Mitarbeiter Andreas Meyer liest im Münchener Literaturbüro. Foto: Webseite MLb

Lesung im Münchner Literaturbüro

Andreas Meyer, ein Mitarbeiter von BASTA, liest am 30.12.2022 im Münchner Literaturbüro in der Milchstraße 4 in München Haidhausen selbst geschriebene Texte. Darunter sind Rainer-Maria Rilke-Ergänzungen zu seinen Gedichten "Der Panther" "Opfer" und "Magie". Ohne es zu wollen schrieb er diese ambitionierten Versuche als Teil seiner Krankheitsbewältigung. Der  Link zur Veranstaltung https://muenchner-literaturbuero.de/veranstaltung/2083-mlb-lesung-andreas-meyer/


“Ikarus”, Gemälde eines 15-Jährigen, der mit 18 psychisch erkrankte.

Kinder und Jugendliche in der Pandemie

Kinder erkranken sehr viel seltener schwer an Corona und mussten trotzdem während des Lockdowns sehr viele Einschränkungen hinnehmen und auf vieles verzichten. Verschiedene Studien, unter anderem die COPSY (Corona und Psyche)-Studie, zeigen, dass die Auswirkungen der Pandemie besonders die psychische Gesundheit der Kinder verschlechtern.

Dazu gibt es ein Interview mit Dr. Uwe-Jens Gerhard, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Bezirkskrankenhaus Bayreuth, gegenüber GeBO (Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken).

Gerhard bestätigt: „Es treten inzwischen deutlich mehr emotionale Störungen wie Depressionen oder Anpassungsstörungen auf. Auch selbstverletzendes Verhalten hat zugenommen […] Es entstanden neue Ängste, beispielsweise um schulische Abschlüsse, den Verlust von Freundschaften. Das kann von Jugendlichen als Kontrollverlust wahrgenommen werden, auf den manche mit Zwangs- und Angststörungen, Depressionen und Essstörungen reagieren.“ Gerhard beschäftigt sich auch damit, welche langfristigen Folgen die Pandemie für Kinder und Jugendliche haben könnte. Das gesamte Interview finden Sie unter https://www.gebo-med.de/news/detailansicht/kinder-und-corona-nachwehen-der-pandemie.

Ein besonders heikler Punkt ist die stationäre psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Exemplarisch für den Mangel an Betten in Bayern steht die LMU München. An der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie stehen aktuell 250 Kinder und Jugendliche auf der Warteliste für eine geplante Aufnahme. „Das entspricht einer Wartezeit von einem Dreivierteljahr bis zu einem Jahr“, sagt Inga Wermuth, Oberärztin an der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU in der Münchner Innenstadt. Dass die Notfallplätze für Jugendliche mit Selbstmordgedanken oft nicht reichen, das weiß auch der Klinikdirektor in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Würzburg, Marcel Romanos. Anfang Oktober waren auf der Würzburger Akutstation alle Plätze belegt – und dann „standen weitere Jugendliche mit akuter Suizidalität vor der Tür, die wir natürlich auch aufnehmen mussten und wollten“.

Laut der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern (KVB) stieg das Patientenaufkommen im ersten Halbjahr 2021 drastisch an, nämlich um 25 Prozent verglichen mit der Zeit vor Corona. Die Informationen über den Bettenmangel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie stammen vom Bayrischen Rundfunk. Der gesamte Artikel mit weiteren interessanten Informationen und Links steht unter https://www.br.de/nachrichten/bayern/bettenmangel-in-der-kinder-und-jugendpsychiatrie,TKcHbYV.


Headerlogo auf der Webseite www.curamenta.de zusammen mit den Logos der Träger Vitos, kbo, LWL und LVR

Patientenportal „Curamenta“ ist jetzt online

Curamenta ist ein digitales Portal für “Interessierte, Erkrankte und deren Angehörige sowie die Mitarbeitenden”. Das Internetangebot unter www.curamenta.de soll “Nutzerinnen und Nutzer” vernetzen und sie “befähigen, ein einzigartiges digitales Angebot wahrzunehmen.” Damit sind neben den Beschreibungen von Störungsbildern und der Beschreibung der Behandlungsformen und Therapien vor allem eine Volltextsuche und Selbsttests gemeint. Für die Vernetzung der Betroffenen und der Angehörigen steht ein Forum zur Verfügung. Ein Blog mit aktuellen Beiträgen soll “Einblick in die gemeinsamen Angebote der Träger” bieten. Träger von Curamenta sind die vier öffentlich-rechtlichen Krankenhausverbünde: Vitos (Hessen), LVR (Landschaftsverband Rheinland), LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) und kbo (Kliniken des Bezirks Oberbayern).


Headergrafik auf der Webseite www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

Neurologen und Psychiater im Netz:
Warum Bewegung der Psyche gut tut

Gegen übersteigerte Ängste, depressive Verstimmungen und zur Vorbeugung einer psychischen Erkrankung kann körperliche Aktivität helfen, empfiehlt Dr. Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Psychiater (BVDP) in einem Artikel von Neurologen und Psychiater im Netz (https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/artikel/warum-bewegung-der-psyche-gut-tut). Der Artikel erklärt die Wechselwirkung von Bewegung und Hirnaktivitäten. „Bewegung führt neurophysiologisch gesehen zu einer Ausschüttung verschiedener Transmitter – u.a. von Serotonin, Dopamin und Noradrenalin, die Glücksgefühle freisetzen, die Leistungsbereitschaft erhöhen und einen Belohnungseffekt vermitteln. Körperliche Aktivität trägt dazu bei, […]Nervenzellverbindungen zu stabilisieren und zur gegenseitigen Vernetzung anzuregen, fördert also die neuronale Plastizität.“


Handbuch Bipolare Störungen und Trialog

Das Buch “Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen” bezieht sich auf die aktuell gültige S3-Leitlinie, die am 1. März 2019 überarbeitet wurde. Medizinische Leitlinien enthalten „Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung“, sind also nicht bindend wie Richtlinien. Sie richten sich vor allem an Behandelnde.

Das Buch hat das Ziel, diese Empfehlungen zu erklären, zu informieren und praktischen Tipps für Betroffene und Angehörige anzubieten. Die Herausgebenden sind Martin Schäfer, Nadja Stehlin und Christopher Scharfenberger von der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störung (DGPS).

Auf zweihundert Seiten werden die Leitlinien einzeln erläutert, Fachbegriffe im Glossar erklärt und am Ende jeden Kapitels stehen praktische Tipps für Betroffene und Angehörige. Schwerpunkt sind dabei die Kapitel Diagnose, Behandlung und Therapie und auch das Versorgungssystem wird beschrieben.

Das Handbuch bietet Betroffenen und Angehörigen wertvolle Hilfestellungen im Sinne der Psycho-Edukation. Für eine erste Begegnung mit dieser psychischen Erkrankung ist es weniger geeignet, es dominiert die medizinische Perspektive.

Das Handbuch ist im Psychiatrieverlag erschienen (ISBN: 978-3-96605-200-9).

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Oktober-Blog

Herbst-Impression vom Achensee mit Blick auf die Gaisalm. Aufgenommen an einem der wenigen schönen Septembertagen 2022. Foto: Peter Bechmann

Termine im November:

10.-11.November 2022 in Berlin
Fachtagung "Sprachmittlung sicherstellen"

Nach den Plänen der Bundesregierung soll Sprachmittlung im Gesundheitswesen künftig über das SGB V abgedeckt werden. Damit ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung auch denen zugutekommen zu lassen, die bislang aufgrund von Sprachbarrieren nicht adäquat behandelt werden können.

Vor diesem Hintergrund findet am 10. und 11. November 2022 in Berlin die Fachtagung Sprachmittlung sicherstellen: Dolmetschen im psychiatrisch- psychotherapeutischen Gesundheitssystem statt.

            Es erwarten Sie u. a. die folgenden Themen:

1.     Welche Qualitätsstandards gibt es?

2.     Wie können Dolmetschende und Behandelnde geschult werden?

3.     Wie könnte eine Umsetzung im Krankenhaus aussehen?

4.     Was ist juristisch zu beachten?

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung und zu den Veranstaltern finden Sie im Flyer zur Tagung.

Veranstaltungsort: Festsaal im Vivantes Klinikum Neukölln, Rudower Str. 48,  12351 Berlin

 

03.November 2022 von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr:
Online Veranstaltung „Psychotherapie informiert Selbsthilfe“

Angeboten werden Vorträge zum Thema Suizidalität: „Was kann ich als Angehörige tun? Kann ich was tun?“  und „Erste Hilfe bei psychischen Symptomen“

Weiter Informationen finden Sie auf der Homepage der Selbsthilfekoordinationsstelle https://www.seko-bayern.de/veranstaltungen/seko online-2022/psychotherapie-informiert/

 

16.November 2022 im Ku´Ko:
6. Rosenheimer Suchthilfetag

Der 6. Rosenheimer Suchthilfetag am 16. November 2022 beginnt mit Grußworten um 13 Uhr. Anschließend gibt es jeweils drei Blöcke mit drei parallelen Vorträgen. Mehr zu den Themen und Referenten sowie den Link zur Anmeldung finden Sie unter https://neon.zohobackstage.eu/SHT2022

Der Veranstaltung findet im  Ku´Ko (Kultur- und Kongresszentrum) in der Kufsteiner Straße 4 in 83022 Rosenheim statt. Veranstalter sind die „Ambulanten Hilfen Anthojo“ (www.anthojo.de) und „Neon Prävention und Suchthilfe“ (www.neon-rosenheim.de).
BASTA ist mit einem Infostand vor Ort.


Rückblick auf die Woche um den Welttag der Seelischen Gesundheit

Im Hörsaal C im Klinikum rechts der Isar versammelten sich Interessierte, um mit Politkern über psychische Gesundheit und die Herausforderungen bei Erkrankungen zu diskutieren. (Foto: Peter Bechmann)

10.10. “Lasst uns von der Seele reden - psychische Gesundheit geht uns alle an”

Die Veranstaltung im Hörsaal C des Klinikums rechts der Isar (siehe September-Blog) war mit 96 Anmeldungen fast ausgebucht.

Die Zuschauer verfolgten die verschiedenen Perspektiven der Trialogische Orientierung.
Vertreter der Betroffenen, Angehörigen und Profis brachten in kurzen Statements ihre Perspektiven und Modelle ein. Darunter auch Peter Bechmann für BASTA, der über die Bedeutung des Schulprojekt für die Enttabuisierung des Themas durch Betroffene und Behandelnde in Schulklassen sprach.

Die anschließende Podiumsdiskussion mit den Vertreter*innen des Landtags, Kerstin Celina (Bündnis 90/die Grünen), Bernhard Seidenath (CSU) und Ruth Waldmann (SPD) wurde unter der Moderation des erfahrenen BR-Journalisten und stellveretenden Programmdirektors Kultur, Andreas Bönte, durch die Themen des Vormittags bestimmt. Auch hier spielte Prävention in der Schule eine große Rolle.

Ein Bericht mit den Positionen der verschiedenen Beiträge wird im nächsten Newsblog zum Download angeboten.

Die Performance “3 aus 9” am 11.10. vor dem Brunnen am Stachus: Darstellende in Maler-Overalls und mit Schildern auf dem “Spielbrett” der Gesundheit. (Foto: Alexander Roth)


11.10. ZEHNZEHN - PERFORMANCE "3 AUS 9" IN MÜNCHEN

Die Performance des Aktionsbündnisses ZehnZehn (wir berichteten im September-Blog) fand unter der Leitung ihres Erfinders und BASTA-Aktiven Alexander Roth statt und lief exakt wie ein Schweizer Uhrwerk ab. Alle 30 Sekunden, es wurde heruntergezählt, drehten sich drei der neun Darstellenden im Uhrzeigersinn um und zeigten statt dem Schild “gesund” die Diagnose ”krank”. In der Mitte drehte sich zudem eine “Figur” gegen den Uhrzeigersinn.
Höhepunkt der Performance war das spontane Eingreifen von Bündnismitglied Dr. Heinrich Berger, der versuchte die Kranken zu inspizieren und umzudrehen, um sie wieder in Gesunde zu verwandeln.


anStudie zur Genesungsbegleitung in Deutschland - Online-Befragung

Das Projekt, das von einem interdisziplinären Team aus Menschen mit und ohne psychische Krisenerfahrungen initiiert und durchgeführt wird, ist eine Mixed-Methods-Studie und umfasst:

  • quantitative Teilprojekte wie Online-Befragungen und Systematic Reviews

  • und qualitative Teilprojekte  wie Leitfaden-Interviews und Beteiligungsworkshops sowie Theory of Change Workshops.

Die Studie wird vom Innovationsfonds der Krankenkassen finanziert und das Team ist an zwei Standorten verortet:

  • an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB)

  • und dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).

Außerdem gibt es eine Kooperation mit dem Verein EX-IN Deutschland e.V., bei dem die Genesungsbegleiter:innen organisiert sind, die die EX-IN-Weiterbildung absolviert haben.

Weitere Informationen zu ImpPeer-Psy5 finden Sie unter www.imppeer.de.

Die Online-Befragung läuft noch bis zum 31.10.2022 und wird vom Team am UKE durchgeführt (AG Sozialpsychiatrische & partizipative Forschung).

Das Team bittet herzlich um Ihre Unterstützung!

Folgende Gruppen werden befragt:

  1. Nutzer:innen/ Patient:innen:
    https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/286412?lang=de

  2. Peer-Genesungsbegleiter:innen:
    https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/795168?lang=de

  3. Mitarbeitende im psychiatrischen System mit Leitungsfunktion:
    https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/168592?lang=de

  4. Mitarbeitende im psychiatrischen System ohne Leitungsfunktion:
    https://www.limesurvey.uni-hamburg.de/index.php/619317?lang=de  

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Lena Nugent (le.nugent@uke.de), Dr. Imke Heuer (im.heuer@uke.de) oder die  AG-Leiterin Dr. Candelaria Mahlke (c.mahlke@uke.de).


Header der Webseite www.deutschlandfunkkultur.de

Deutschlandfunk-Kultur: Leben in einer Leistungsgesellschaft – Über die Ursachen von Depressionen

Depressionen, ihre Symptome, Häufigkeit und Ursachen sind der Inhalt eines interessanten Artikels auf der Seite von Deutschlandfunk Kultur. „Allein in Deutschland erkranken pro Jahr etwa fünf Millionen Menschen an Depressionen. Bei der Suche nach den Ursachen für das psychische Leiden geraten zunehmend auch gesellschaftliche Umstände in den Fokus. Macht unsere Leistungsgesellschaft krank?“, fragt sich die Autorin Carina Schroeder.

Laut der deutschen Depressionshilfe ist jeder fünfte Berufstätige schon einmal an einer Depression erkrankt, 15 Prozent aller Beschäftigten haben einen Suizid oder Suizidversuch eines Kollegen erlebt. „Höher, weiter, schneller. Wer nicht rastet, bekommt auch keine Depression. Statt sich mit den gesellschaftlichen Umständen zu beschäftigen, die Depressionen begünstigen, wird sie als Problem ins Individuum hineinverlagert. Das hat sich dann auch darum zu kümmern, dieses Problem zu lösen“, legt die Autorin den Finger in die Wunde. Diese „Privatisierung von Stress“ bestätigt auch der britische Kulturwissenschaftler Mark Fisher. Für Deutschland zeigen Daten der Krankenkassen, dass die Zahl der Depressionsdiagnosen zwischen 2009 und 2017 um rund ein Viertel zugenommen hat, vor allem bei Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren. Es wäre sinnvoll, sich gemeinsam gegen diese Privatisierung des Problems aufzulehnen.

Den Artikel und den Podcast finden Sie unter https://www.deutschlandfunkkultur.de/ursachen-von-depressionen-100.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

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September-Blog

Veranstaltungen rund um den WeltTag Für Seelische Gesundheit

Motiv des Flyers “Lasst uns von der Seele reden - psychische Gesundheit geht uns alle an”

Diskussion mit Politikern am Klinikum rechts der Isar

Thema: „Lasst uns von der Seele reden“

Termin: Montag, 10. Oktober 2022, 10:00-14:00 Uhr                                                                                          
Ort: Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar / Hörsaal C, Ismaninger Straße 22, 81675 München, Eingang von der Einsteinstraße.

Auszug aus dem Flyer:
“Menschen mit psychischen Erkrankungen gehören nicht an den Rand, sondern in die Mitte der Gesellschaft. Denn es gibt kaum Menschen, die nicht betroffen wären, sei es als selbst Erkrankte, potentiell Gefährdete oder als An- und Zugehörige. […]

Diskriminierungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen müssen abgebaut, die Prävention im Bereich psychischer Gesundheit ausgebaut werden. […]

Was dazu nötig ist, werden wir unter anderem mit den gesundheits- bzw. sozialpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der bayerischen Landtagsfraktionen diskutieren. Wir fragen: Was kann und will die Politik in
Zukunft beitragen, damit psychisch Erkrankte ohne Stigma leben können? “

Aus dem Programm:

  • Trialogische Orientierung:
    Hilfe und Selbsthilfe, Perspektiven und Modelle von Betroffenen und Angehörigen

  • Geht die psychische Gesundheit die Politik an?
    Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung
    Kerstin Celina MdL, Bernhard Seidenath MdL, Ruth Waldmann MdL
    Moderation: Andreas Bönte

Veranstaltungsleitung:
Pfarrer Dr. Hendrik Meyer-Magister, Evangelische Akademie Tutzing
Dr. Heinrich Berger, Bayerische Gesellschaft für soziale Psychiatrie
Prof. Dr. Josef Bäuml, Klinikum rechts der Isar

Mehr dazu und zur Anmeldung unter  https://www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/von-der-seele-reden-zum-welttag-fuer-psychische-gesundheit/


Motiv der Diskussionsveranstaltung “Entspannt aufwachsen”

Dialog zur psychischen Gesundheit im Bayerischen Landtag
– Veranstalter: Bündnis 90/Die GRÜNEN

Thema: „Entspannt aufwachsen – für eine Kindheit ohne Stress“

Termin: Montag, 10. Oktober 2022, 16:00-18:00 Uhr
Ort: Senatssaal, Bayerischer Landtag

Dieses Jahr liegt der Fokus auf der frühkindlichen Bildung. Auf der Veranstaltungs-Seite heißt es dazu: „Kinder, ihre Familien und das Personal in den Kita-Einrichtungen haben zum Schutz aller in den vergangenen zwei Jahren viel auf sich genommen und oft über ihre Kräfte hinaus Enormes geleistet.
In einem gemeinsamen Dialog wollen wir über die Belastungen und Erwartungen an das Personal in Kindertageseinrichtungen sprechen.“

Mehr dazu und zur Anmeldung unter https://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/2022/dialog-psychische-gesundheit/?L=0


Modell der geplanten Performance, Alexander Roth

ZehnZehn - Performance "3 aus 9" in München

Termin: Dienstag, 11. Oktober 2022, 10:00-12:00 Uhr                                                            
Ort: Karlsplatz (Stachus),  80335 München                                                

Das Aktionsbündnis ZehnZehn baut ein Spielbrett mit neun Feldern auf, auf welchem Menschen mit Schildern auf der Brust und dem Rücken stehen. Vorne ist das Wort “krank” und hinten das Wort “gesund”.

Auf ein Zeichen drehen sich die ersten 3 Personen einer Reihe um, sodass das Schild "krank" zu sehen ist. Nach einer Minute drehen sich diese zurück und drei andere drehen sich. Nach wenigen Minuten haben sich alle einmal gedreht und wieder zurück. Jeweils zur vollen Stunde soll diese ca. 5-minütige Performance gezeigt werden (12, 13, und 14 Uhr)

Es geht darum, zu zeigen, dass statistisch gesehen jeder 3. einmal in seinem Leben von psychischer Erkrankung betroffen ist.

Ein Infotisch soll über den Hintergrund aufklären und wird während der Performance besetzt sein.

Wer aktiv mitarbeiten möchte, melde sich bitte bei Vera Hahn:
Clubhaus Schwalbennest,  Tel.: 089 - 599 881 10; E.Mail: vera.hahn@paritaet-bayern.de

Veranstalter: Münchner Aktionsbündnis ZehnZehn, BASTA ist Mitglied von ZehnZehn.


Headergrafik auf der Webseite umfrage.uni-kassel.de

Aushang zur Masterarbeit „Leben ohne Stigma“

Micha Lohra (B.Sc.) vom Institut für Psychologie, Fachbereich Klinische Psychologie an der Uni Kassel sucht Teilnehmende für eine zirka 20-minütige Online-Umfrage zum Thema „Stigmatisierung und psychische Erkrankungen“. Teilnehmen kann jeder Mensch mit einer psychiatrischen Diagnose.

In dem Forschungsprojekt geht es um die Perspektive von Menschen mit einer psychischen Erkrankung. „Mit einer Teilnahme tragen Sie zu einem besseren Verständnis der Mechanismen hinter Stigmatisierung bei. Dieses könnte es ermöglichen, gezieltere Interventionen zu gestalten, um den negativen Effekten von Stigmata entgegenzuwirken“, führt Lohra aus, und : „Selbstverständlich ist alles, was Sie im Fragebogen angeben, anonym.“

Sie finden den Online-Fragebogen unter https://umfrage.uni-kassel.de/index.php?r=survey/index&sid=417512&lang.de.

 


Cover des Buches “Schluss mit dem Eiertanz” von Paul T. Mason und Randi Krieger erschienen im Balance-Verlag

Buchbesprechung: „Schluss mit dem Eiertanz – Für Angehörige von Menschen mit Borderline“ von Paul T. Mason und Randi Krieger

Das Buch ist bereits in der achten Auflage erschienen und bietet Angehörigen von Menschen mit Borderline Fachwissen, Orientierung und Hilfestellung beim Umgang vor allem mit sich selbst und mit betroffenen Menschen.

Angehörige und Betroffene werden immer wieder zitiert – das unterstreicht die Ausführungen der Autoren und macht sie eingängig.

Das Buch ist in drei Teile untergliedert: Erst geht es darum, Borderline-Verhalten verstehen zu lernen. Im zweiten Teil zeigt es, wie man sein Leben wieder in die eigenen Hände nehmen kann und im dritten Teil werden spezielle Probleme geklärt.

Einem Angehörigen hilft das Buch, seine Möglichkeiten und seine Grenzen neu zu entdecken. Die täglichen Verhaltens- und Beziehungsfallen werden dargelegt. Außerdem werden wertvolle Anregungen und Tipps gegeben, um selbst psychisch stabil zu bleiben und hilfreich für den Erkrankten sein zu können. Ein Buch, das sehr zu empfehlen ist!

„Schluss mit dem Eiertanz – Für Angehörige von Menschen mit Borderline“ erschienen im Balance buch + medien verlag (ISBN 978-3-86739-005-7). Online zu bestellen unter:https://balance-verlag.de/product/schluss-mit-dem-eiertanz/

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August-Blog

Für den Achtsamen können sich auch einfache Pflastersteine im Abendlicht in Gold verwandeln.
Foto: Peter Bechmann

Metastudie zur Bedeutung von Achtsamkeit bei Psychotherapien

Auf dem Portal „Neurologen und Psychiater im Netz“ findet sich der Artikel „Achtsamkeit als Schlüssel zum Erfolg bei Psychotherapien“. Darin wird eine Metastudie vorgestellt, die zutage bringt, dass die Steigerung der Achtsamkeit die positive Wirkung von Meditationen und ähnlichen Therapien erklärt, aber auch von psychotherapeutischen Behandlungen, in denen Meditation keine Rolle spielt.

Die Metastudie stammt von einem Team von Psycholog*innen der Universität Wien rund um Ulrich Tran und umfasst 146 Studien mit fast 11.000 Teilnehmer*innen. Dabei ging es laut Tran bei den Behandlungen „in denen Meditation […] eine größere oder kleinere Rolle“ spielte, um die „Vermittlung und Steigerung von Achtsamkeit, wodurch es auch zu einer Verminderung von Beschwerden und […] ganz allgemein zu einer Verbesserung der psychischen Gesundheit kommt“. 

Tran stellt fest: „Die Steigerung der Achtsamkeit scheint eines jener Elemente zu sein, die das Ausmaß der positiven Wirkung von meditativen und ähnlichen Behandlungen auf die psychische Gesundheit erklärt.“ Nach dem Zitat heißt es in dem Artikel weiter: „Tatsächlich zeigte sich aber in der Übersichtsstudie, dass es auch bei anderen psychotherapeutischen Behandlungen, in denen Meditation und Achtsamkeit keine Rolle spielen, zur Steigerung von Achtsamkeit kommt, wenn auch in geringerem Ausmaß.“

Dem Artikel vorangestellt ist folgende Definition des Begriffs: „Achtsamkeit ist die Fähigkeit, die eigene Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten und den daraus folgenden Eindrücken, Gedanken und Gefühlen mit Neugierde, Offenheit und Akzeptanz zu begegnen.“

Den ganzen Artikel gibt es unter folgendem Link: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/artikel/achtsamkeit-als-ein-schluessel-zum-erfolg-bei-psychotherapien


Logo der APK auf der Webseite www.apk-ev.de

Aktion Psychisch Kranke (APK) e. V.: Jahrestagung 2022 in Berlin


Der Fachtag, der am 7. September 2022 im Rahmen der APK-Jahrestagung stattfindet, steht unter dem Motto „Perspektiven der Hilfen für psychisch erkrankte Menschen“. Laut APK geht es zunächst um die im Psychiatriedialog diskutierten Handlungsbedarfe und Zielsetzungen. „Anschließend“, so heißt es auf der Website weiter, „sollen Perspektiven für die Umsetzung aufgezeigt und zugleich noch offene Entwicklungsbedarfe insbesondere an den Schnittstellen zwischen den Leistungsbereichen erörtert werden.“ Die Teilnahmekosten für den Fachtag betragen 140 Euro. Im Preis enthalten sind Getränke und Imbiss.

Am 8. September 2022 wird in Kooperation mit NetzG, dem Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit, sowie weiteren Selbsthilfeorganisationen der Selbsthilfetag zum Thema „Partizipation als gemeinsame Aufgabe im Trialog – Denkanstöße für Teilhabe und Selbstbestimmung“ durchgeführt. Aufgezeigt und diskutiert werden sollen dabei Beispiele und Konzepte von gelungener und notwendiger Partizipation im Trialog.

Der Selbsthilfetag ist kostenfrei.

An beiden Veranstaltungstagen ist zudem ein Markt der Möglichkeiten der Selbsthilfe geplant.

Das Programm des Fachtags, des Selbsthilfetags sowie eine Liste der Referierenden können Sie auf unter diesem Link einsehen: https://www.apk-ev.de/veranstaltungen/jahrestagung/tagung-2022.


Header-Scrhiftzug auf der Webseite www.seko-bayern.de

Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit: Am 16. September 2022 in Aschaffenburg

Unter dem Motto „Was SUCHT ihr? Aus Einsamkeit wird Abhängigkeit: Hilfsmöglichkeiten zur Krisen- und Suchtfreiheit FINDEN“ wird am Freitag, dem 16. September 2022, in Aschaffenburg von 10 bis 16 Uhr der bayernweite Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit durchgeführt. Veranstalter ist die Seko – Selbsthilfekoordination Bayern in Kooperation mit der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) sowie der Selbsthilfekontaktstelle Aschaffenburg Aktiv!.

Der Vormittag steht ganz im Zeichen zweier Vorträge von Professor Dr. Dominikus Bönsch und Professor Dr. Jörg Wolstein, beide Fachärzte für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Das Thema von Professor Bönsch lautet: „Abhängigkeit und depressive Erkrankungen – zwei unterschiedliche Ausprägungen des gleichen Problems? Die Pandemie und die Isolation der Betroffenen – und die psychiatrischen Folgen.“ Im Programm heißt es dazu: „Während der Alkoholkonsum insgesamt rückläufig war, stieg der Konsum bei vielen Betroffenen deutlich an. Zugleich kam es erstmals seit vielen Jahren zu einem Anstieg bei den Angsterkrankungen und depressiven Störungen. […] Ein besonderes Augenmerk soll auf die Frage gelegt werden: Was hilft den Betroffenen und Angehörigen auch zukünftig – insbesondere um der Isolation zu entkommen und die Resilienz zu stärken?”

Professor Wolstein referiert zum Thema: „Verlinken oder versinken? Vor- und Nachteile von sozialen Medien im (Pandemie-)Alltag“. Er zeigt auf, wie sich die sozialen Medien nutzen lassen, ohne sich darin zu verlieren.

Am Nachmittag werden fünf unterschiedlichen Workshops angeboten.

Die Tagungsgebühr beträgt 30 Euro, Veranstaltungsort ist das Martinushaus in der Treibgasse 26 in 63739 Aschaffenburg. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.seko-bayern.de/veranstaltungen/selbsthilfefachtag-2022/.


Headergrafik auf der Seite www.aerzteblatt.de

Ärzteblatt: Gegen Einsamkeit und soziale Isolation

Die Ergebnisse einer Fachkonferenz, zu der das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingeladen hat, stellt Petra Bühring im Rahmen ihres Artikels „Einsamkeit und soziale Isolation: Auf der Suche nach Evidenz“ im Ärzteblatt vor (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/psychiatrie?s=&p=1&n=1&aid=226032). Die Auswirkungen von Einsamkeit auf die psychische und körperliche Gesundheit seien hoch, schreibt sie. Depressionen und Angsterkrankungen gehörten dazu, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und immunologische Störungen. Betroffen seien rund acht Millionen Menschen in Deutschland, also rund zehn Prozent von 80 Millionen Einwohnern. 15 Prozent und mehr seien in bestimmten Altersgruppen betroffen, darunter vor allem jüngere Erwachsene und ältere Menschen.

Im Artikel wird eine Studie von Holt-Lunstad (2015) zitiert, die aufhorchen lässt. Ihr zufolge steige die Mortalität chronisch einsamer Menschen um 26 Prozent an, bei Isolation sogar um 29 Prozent und bei Alleinlebenden um 32 Prozent. Bühring fügt an: „Soziale Isolation ist der Studie nach stärker für Sterblichkeit verantwortlich als Rauch und Alkoholkonsum.“

Weitere Wissenschaftler*innen machen die ganze Breite des Problems deutlich. Laut Professorin Dr. phil. Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum habe während der COVID-19-Pandemie Einsamkeit in allen Altersgruppen stark zugenommen. Dies überrascht ebenso wenig wie ihre Feststellung, dass von diesem Anstieg Jugendliche und junge Erwachsenen, Eltern kleiner Kinder und Alleinlebende besonders betroffen seien. Ska Skalden von der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien hat ermittelt, dass auch Menschen mit einer nicht-heterosexuellen Orientierung häufiger von Einsamkeit betroffen seien. Für Trans*personen gelte dies noch einmal mehr. Und Theresa Herzog von der Wirtschaftsuniversität Wien hat feststellt, dass Einsamkeit auch für geflüchtete Menschen eine große Herausforderung sei. „Sprechen wir über Einsamkeit von Geflüchteten, sind die Menschen ja nicht nur geografisch vertrieben, […] sondern auch emotional und relational.“

All dies will das BMFSFJ mit einer Strategie in Zusammenarbeit mit dem Kompetenznetz Einsamkeit (KNE) bekämpfen. Bundesfamilienministerin Lisa Paus wird in dem Artikel folgendermaßen zitiert: „Es geht darum, wie Einsamkeit vorgebeugt und bekämpft werden kann. Wir wollen evidenzbasierte Strukturen schaffen.“

Zum gleichen Thema findet sich auf der Homepage des Ärzteblatts noch ein Interview: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/psychiatrie?s=&p=1&n=1&aid=226019.


Grafik von der Blog-Webseite https://pudel-kern.com

Die vorbeugende Kraft der Philosophie: Gedanken eines BASTA-Mitarbeiters

Eine Analogie: Ist das Kind in den Brunnen gefallen, ist das Geschrei groß. Sobald das Kind in Sicherheit ist, gilt es vorzusorgen, um ein nochmaliges Fallen des Kindes in den Brunnen zu verhindern. Der Brunnen steht für das eigene Seelenleben, das aus den Fugen geraten ist. Man kann sich durchaus ein wenig auf Widrigkeiten vorbereiten: Hier leistet die Philosophie seit Jahrtausenden gute Dienste – in der Antike und auch noch heute ist ein Teil der Weisheit Seelenheilkunde. Wie man ein gutes, freudvolles Leben lebt, wussten die alten Weisen und vermittelten das ihren Schülern: Gerade derzeit ist das antike Weisheitswissen sehr aktuell. 

Albert Kitzler ist Philosoph, Coach und Oscar-Gewinner. Seine Bücher zur praktischen Philosophie geben viele, hilfreiche Impulse zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und helfen, seelisches Gleichgewicht zu erlangen und zu festigen. Er leitet eine Schule für antike Lebensweisheit, die einen täglichen, kostenfreien Newsletter anbietet (http://www.massundmitte.de/) Er lädt zur Besinnung ein. Um sein Leben zu ändern, zu verbessern, sollte man sich mit den wesentlichen Dingen befassen. Das ist gut investierte Zeit. Ebenfalls unterhält er einen Podcast, in dem er mit Jan Liepold und oft auch Gästen die wirklich wichtigen Dinge des Lebens aufarbeitet und dabei unterstützt, glücklicher, gelassener und zufriedener zu werden: https://pudel-kern.com/. Außerdem produzierte er den Kurzfilm „Schwarzfahrer“ von Pepe Danquart, der 1994 einen Oscar gewann (https://www.youtube.com/watch?v=nWnSv0MMTns&t=505s).

(AM) 

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Juli-Blog

Langjährige BASTA-Koordinatorin Elfriede Scheuring bei der Verleihung des Inklusionspreises 2018
Foto: Claas Gieselmann, Bezirk Oberbayern

Bezirksblatt bringt großen Artikel über BASTA

Anlässlich des Inklusionspreises für 2022 befragte der Bezirk Oberbayern in seinem Mitarbeitermagazin “Bezirksblatt” die BASTA-Koordinatorin Elfriede Scheuring, wie es mit BASTA nach dem Preisgewinn weiterging.

Elfriede Scheuring betonte, dass BASTA nach ihrem Renteneintritt zwar eine neue Organisationsstruktur suche, aber weiterhin Kooperationspartner in anderen Städten gewinne. Als Folge des Inklusionspreises würde das Projekt auch seit zwei Jahren in der Verwaltung des Bezirks Oberbayern umgesetzt werden.

Auf die Frage nach ihren Wünschen meinte die langjährige BASTA-Koordinatorin und ehemalige Lehrerin: „ein Wunsch an die Politik wäre, dass Informationen über psychische Erkrankungen im Lehrplan fest verankert werden.“ Dann wurde sie noch konkreter: „Gut wäre es aus unserer Sicht, wenn die Bezirke als Träger der psychischen Versorgung […] zusammen mit BASTA und anderen lokalen Projekten Aufklärung an Schulen anbieten könnten.“

Die Frage nach dem Stand der Inklusion beantwortete Elfriede Scheuring mit dem Hinweis, dass die Politik psychisch kranke Menschen „zu oft nur als Opfer einer schweren Erkrankung, als Fälle, die Probleme schaffen“ sehe und man „ausschließlich an medizinische Hilfe und Versorgung und zu wenig an die positive Eingliederung in den Alltag” denke.

Im anschließenden Artikel „Mit BASTA auf Schulbesuch“ berichtet Barbara Falkenberg für das Bezirksblatt von einem Besuch in einer 13. Klasse der Fachoberschule Holzkirchen.

Das ganze Interview und den Bericht über den Schulbesuch können Sie hier herunterladen: Bezirksblatt_Inklusionspreis 2018_BASTA-Koordinatorin Elfriede Scheuring im Interview.pdf


Plakate der beiden Filme “Fußballverrückt” und “Alles in bester Ordnung”

Psychiatrie im Film: „Fußballverrückt“ und „Alles in bester Ordnung“ – Erinnerung


BASTA – das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. zeigen in Zusammenarbeit mit dem Kino Neues Rottmann (Rottmannstr. 15, 80333 München, Tel.: 089/52 16 83) im Rahmen der Filmkunstwochen auch dieses Jahr wieder Filme zum Thema Psychiatrie.


• Donnerstag, 4. August 2022 um 18 Uhr: „Fußballverrückt“
Thema: Normalität und psychische Erkrankungen
Moderation: Dr. Stephan Mirisch, Ärztliche Leitung Tagesklinik Süd für Psychiatrie und Psychotherapie, BRK Kreisverband München
Diskussion mit: Manuele Deho (Regisseur) und Mitspielern


• Freitag, 5. August 2022 um 20 Uhr: „Alles in bester Ordnung“
Thema: Sammelleidenschaft
Moderation: Dr. Walter Stehling, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Tagesklinik Süd, BRK Kreisverband München
Diskussion mit: Natja Brunckhorst (Regisseurin)


Im Anschluss findet eine Diskussion mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung, Angehörigen und Behandelnden statt. Mehr zu den Filmkunstwochen unter https://filmkunstwochen-muenchen.de/.


Logo von EX-IN

Fortbildung: Bundesweiter EX-IN-Trainerkurs Januar bis Oktober 2023


Die Erarbeitung der Modulinhalte, der EX-IN-Philosophie und der Methodik der EX-IN-Kurse ist Bestandteil der Fortbildung. Material und Arbeitshilfen werden zur Verfügung gestellt. Bei der Planung und Organisation von EX-IN-Kursen wird Unterstützung gewährt. Geplant ist der Trainerkurs für den Zeitraum Januar bis Oktober 2023.
Die erworbene Qualifikation zur Leitung eines Genesungsbegleiterkurses bietet auch Rüstzeug für eine gute Projekt-, Fortbildungs- sowie Referententätigkeit.
Einen Flyer mit Terminen, Programm und Kosten gibt es unter https://ex-in.de/trainerkurs-2023-informationen/.



Termin: Gründungsversammlung Verein EX-IN-Bayern e. V. am 24. September 2022


In Planung ist ein Verein EX-IN-Bayern e. V. Die Gründungsversammlung soll am 24. September 2022 stattfinden. Das Vorbereitungsteam sucht Helferinnen und Helfer. Ansprechpartnerin ist Anja unter der Telefonnummer 01577/893 67 93.
Um eine Anmeldung wird unter info@ex-in-by.de bis zum 27. August 2022 gebeten. Eine Einladung mit detailliertem Programm folgt demnächst.


Halluzinationen müsssen nicht immer so bunt sein. Bild von Veronique Dehimi aus dem Buch “Psycho-Tisch - Geschichten und Bilder aus dem Münchner Psychose-Seminar


t-online.de: „Welche Ursachen Halluzinationen haben“


Bei t-online.de findet sich ein Ratgeber-Artikel von Wiebke Posmyk zum Thema Halluzinationen. Darin heißt es unter anderem: „Viele Menschen verbinden Halluzinationen unweigerlich mit Schizophrenie oder Drogenkonsum. Doch die Liste der möglichen Ursachen ist lang. Was steckt hinter den Sinnestäuschungen?
Bei einer Halluzination nimmt eine Person etwas wahr, was in der Realität nicht existiert. Zum Beispiel hört sie eine Stimme, die zu ihr spricht. Oder sie sieht Gegenstände, die andere nicht wahrnehmen.
Die Halluzination ist ein Symptom und keine eigenständige Erkrankung. Die Ursachen können harmlos sein. Sinnestäuschungen können aber auch ernste Erkrankungen zugrunde liegen. Daher ist es wichtig, ihnen auf den Grund zu gehen.“
Der Beitrag zeigt nicht zuletzt auf, dass Halluzinationen auch durch viele körperliche Erkrankungen ausgelöst werden können. Dazu gehören unter anderem Epilepsie, Multiple Sklerose, Verletzungen, Tumore oder Blutungen im Bereich des Kopfes, Infektionskrankheiten wie Meningitis, Enzephalitis, aber auch hohes Fieber, hormonell bedingte Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion sowie bestimmte genetische Erkrankungen.
Den gesamten Artikel gibt es unter https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_92037236/ursachen-fuer-halluzinationen-das-kann-dahinter-stecken.html.


Headergrafik auf der Webseite www.ptaheute.de



PTAheute: „Alkohol oder Cannabis: Was ist gefährlicher?“


Um einen Suchtmittel-Gesundheitscheck geht es in einem Beitrag des Fachmediums PTAheute: „Alkohol zählt in Deutschland schon lange als Volksdroge. Im Vergleich dazu erscheint Cannabis eher modern. … Noch zählt Cannabis in Deutschland zu den illegalen Drogen, doch die Ampel-Parteien planen eine kontrollierte Abgabe von Gras & Co. an über 18-Jährige. … Gleichzeitig kündigten SPD, Grüne und FDP verschärfte Regelungen für das Marketing und Sponsoring für Alkohol, Nikotin und Cannabis an.“
Weiter heißt es: „Beide Substanzen (Alkohol und Drogen, Anm. d. Red.) wirken sehr schnell auf das Gehirn. Konzentration und Gedächtnisleistung schwinden. … Alkohol steigert bei manchen Menschen die Aggressivität. … Cannabis wirkt zwar bei vielen entspannend und beruhigend, kann aber auch Angst und Panik auslösen. … Sowohl Alkohol- als auch Cannabis-Konsum im Jugendalter schädigen die Gehirnentwicklung. Der Kinder- und Jugendpsychiater Rainer Thomasius warnt vor Hirnschädigungen selbst durch gelegentlichen Cannabis-Konsum. … Es drohten Minderungen der Intelligenz, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. … Mediziner schätzen das Suchtpotenzial beider Substanzen ähnlich ein.“
Der komplette Text und weitere Informationen finden Sie unter https://www.ptaheute.de/aktuelles/2021/12/02/alkohol-oder-cannabis-was-ist-gefaehrlicher). Einen kurzen Film zum Thema gibt es unter https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wissen/Alkohol-oder-Cannabis-Was-ist-gefaehrlicher-article23044586.html.


Headergrafik auf https://moodgym.de



AOK-Test: „moodgym: Fitness für die Stimmung“


Können Online-Selbsthilfeprogramme Depressionen lindern oder sie gar verhindern? Das AOK Gesundheitsmagazin hat sich dieses Themas angenommen und das Programm moodgym getestet.
Zunächst stellt der Autor im Rahmen eines Infokastens moodgym vor: „Moodgym ist ein kostenloses Onlineselbsthilfeprogramm mit nachgewiesener Wirkung. […] Ziel des Programms ist es, depressive Symptome zu verringern und Depressionen zu verhindern. moodgym beruht auf dem Konzept der Kognitiven Verhaltenstherapie und leitet den Nutzer zur Selbsthilfe an.“ Dann geht’s los. Nach der anonymen Anmeldung füllt der Autor mehrere Fragebögen aus, befasst sich mit fünf interaktiven Bausteinen, macht Übungen, analysiert sich selbst, erhält und erledigt Aufgaben.
Zehn Tage befasst sich der Autor mit dem Programm (und sich selbst) und beschreibt dann das Für und Wider: „Vor allem als präventive Maßnahme gegen Depressionen oder Burnout hat es mich überzeugt. Mir ist klar geworden, dass nicht zwangsläufig die Umstände zu negativen Emotionen führen, sondern die Art, wie ich sie interpretiere – und dass es nicht einfach ist, diese negative Wahrnehmung zu ändern. Aber es ist möglich. Auch das hat mir moodgym gezeigt, allerdings geht das nicht ohne Aufwand und einem hohen Maß an Eigeninitiative. […] Was das Programm natürlich nicht ersetzen kann, ist die Empathie, die von Menschen ausgeht. Zudem können therapierende Personen individuell reagieren, moodgym ist komplett automatisiert. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich mir bestimmte Antworten auf Fragen nicht eingestehen wollte und dass ich die Hausaufgaben habe schleifen lassen. Schließlich gibt es niemanden, der sie kontrolliert. […] Trotzdem hat das Programm auch Vorteile gegenüber Psychotherapeuten: keine Wartezeiten, keine Terminverpflichtungen. Bei einem klassischen Therapieplatz ist das undenkbar.“ Und er stellt fest: „Bei der Behandlung gegen Depressionen kann moodgym Psychotherapeuten zwar nicht ersetzen, aber es kann sie unterstützen.“
Den gesamten Text finden Sie unter https://www.aok.de/pk/magazin/koerper-psyche/psychologie/moodgym-wie-gut-ist-onlinetherapie/.

Das Online-Programm von modgym erreichen Sie unter https://moodgym.de/

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Juni-Blog

Screenshots der Plakate der Filme “Fußballverrückt” und “Alles in bester Ordnung”, die in der Reihe Psychiatrie im Film im Kino Rottmann gezeigt werden.

Psychiatrie im Film am 4. und 5.8.: „Fußballverrückt“ und „Alles in bester Ordnung“

BASTA – das Bündnis für psychisch erkrankte Menschen und ariadne – Verein zur Hilfe für Alterskranke und seelisch Kranke e. V. zeigen in Zusammenarbeit mit dem Kino Neues Rottmann (Rottmannstr. 15, 80333 München, Tel.: 089/52 16 83) im Rahmen der Filmkunstwochen auch dieses Jahr wieder Filme zum Thema Psychiatrie.


• Donnerstag, 4. August 2022, 18 Uhr: „Fußballverrückt“

Thema: Normalität und psychische Erkrankungen
Der Torwart ist schizophren, der Außenstürmer psychotisch, der Abwehrspieler depressiv. Woche für Woche trainiert Stefan ehrenamtlich eine Mannschaft psychisch kranker Menschen. Sein Ansatz: Er sieht nicht Psychiatriepatienten, sondern Spieler, die er ernst nimmt und mit denen er sportlich etwas erreichen möchte. An manchen Samstagen kommt nur Denis zum Training. Dann hat es von den 14 anderen wieder keiner geschafft, gegen die lähmende Wirkung ihrer Krankheit oder der Medikamente anzukämpfen.
„Fußballverrückt“ ist ein außergewöhnlicher Fußballfilm, ein bemerkenswerter Film über das Leben mit psychischen Problemen, eine stille Reflexion über die Grenze zwischen Normalität und Krankheit. Er gewährt Einblick in eine ganz eigene Welt, die manchmal seltsam vertraut wirkt.
Doku, Deutschland 2019, Regie und Kamera: Manuel Delho

Der Regisseur Manuel Deho kommt zur Diskussion mit einem Mitspieler ins Kino Neues Rottmann.
Moderation: Dr. W. Stehling, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie der Tagesklinik Süd, BRK Kreisverband München


• Freitag, 5. August 2022, 20 Uhr: „Alles in bester Ordnung“

Thema: Sammelleidenschaft
Marlene (Corinna Harfouch) ist leidenschaftliche Sammlerin. Alles ist zu wertvoll, um es wegzuschmeißen. Dagegen will Fynn (Daniel Sträßer) mit nur 100 Dingen durch die Welt gehen. Als Marlen und Fynn aufeinandertreffen, könnten die Unterschiede also größer nicht sein. Doch sie raufen sich zusammen und regen damit zum Nachdenken über das Zuviel und Zuwenig an.
In ihrem Regiedebüt wirft Schauspielerin und Drehbuchautorin Natja Brunckhorst einen warmherzigen und humorvollen Blick auf die moderne Konsumgesellschaft – ein ernstes, oft auch delikates Thema, das Brunckhorst mit Charme und Humor behandelt.

Die Regisseurin Natja Bruckhorst kommt.

Moderation: Dr. S. Mirisch, ärztl. Leitung Tagesklinik Süd für Psychiatrie und Psychotherapie, BRK Kreisverband München

Im Anschluss an beide Filme findet eine Diskussion mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung, Angehörigen und Behandelnden statt.

Siehe auch das Plakat unter“Kulturprojekte” auf unserer Website.


Screenshot des Motivs um Theaterfestival “Grenzgänger auf der Webseite



Erinnerung: Grenzgänger-Theaterfestival vom 1. bis 10. Juli 2022 in München

Einige Highlights:
– Freitag, 1. Juli 2022, 19 Uhr: Premierenabend – Doppelvorstellung mit „Gravity and other attractions“ & „Dueto“, Spielort: Gasteig
– Samstag, 2. Juli 2022, 16 – 18 Uhr: „Rest“, Klanginstallation von Angela Alves, Spielort: Die Botschaft (im Rathaus)
Detaillierte Informationen zum gesamten Festival finden Sie unter https://grenzgaenger-theater.de/. Tickets sind erhältlich bei MünchenTicket (Telefon: 089/54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de). Der Eintritt zu allen Vorstellungen kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro (zuzüglich Vorverkaufsgebühren).



Wanted: Künstlerinnen und Künstler

© Bezirk Oberbayern

• Kunst Inklusive in der Galerie Bezirk Oberbayern

Die Galerie Bezirk Oberbayern zeigt mit ihrem Konzept „Kunst inklusive!“ seit bereits zehn Jahren Doppelausstellungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung.
Die aktuelle Ausschreibung für die Jahre 2023 und 2024 läuft noch bis zum 18. Juli 2022. Bis dahin sollten Künstlerinnen und Künstler, die teilnehmen wollen, ihre Mappe bei Dorothee Mammel abgegeben haben. Voraussetzung ist ein Wohnsitz in Oberbayern. Darüber hinaus dürfen Teilnahmewillige noch nie in der Galerie ausgestellt haben. Der Bezirk möchte mit seiner Ausschreibung gezielt auch Künstlerinnen mit Behinderung fördern.
Alle notwendigen Informationen finden Sie unter https://www.bezirk-oberbayern.de/Kultur/Galerie-Bezirk-Oberbayern/Ausschreibungen/.

Headergrafik und Motiv von der Webseite www.h-team-ev.de


• H-Team-Kunstwettbewerb

Das Thema des diesjährigen Kunstwettbewerbs von H-Team e. V. lautet „Soziale Netz-Werke“. Dafür sind gespendete Preisgelder in Höhe von 2.500 Euro ausgeschrieben. Jeder ist zur Teilnahme eingeladen und kann bis zum 31. Juli 2022 seine Arbeit aus der Sparte Comic oder Film digital einreichen.
Schirmherrin des Wettbewerbs ist Renate Hausdorf, Präsidentin vom Paul Klinger Künstlersozialwerk.

H-TEAM e. V. ist ein gemeinnütziger und mildtätiger Verein mit Sitz in München-Sendling. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, ein umfassendes Dienstleistungsnetz für Menschen bereitzustellen, die Hilfe benötigen, weil Krankheit, Unfall, Alter oder andere Schicksale sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt haben.

Unter dem Link https://www.h-team-ev.de/2022/05/13/start-des-internationalen-wettbewerbs-h-team-kuenstlerpreis-2022-zum-thema-soziale-netz-werke/ finden Sie weitere Informationen.


Screenshot des Petiton im BASTA-Aprilblog 2019


Mehr Aufklärung über Depressionen: Schülerinnen und Schüler lassen nicht locker

Eine Petition für mehr Einsatz gegen seelische Erkrankungen hat eine Gruppe Schülerinnen und Schüler 2019 auf den Weg gebracht (BASTA berichtete). Passiert ist seither wenig. Nun geht die Petition noch einmal ins Plenum – ein wohl einmaliger Vorgang in der Geschichte des Landtags.

Die Schülerinnen und Schüler verlangten damals, dass psychische Erkrankungen wie Depressionen künftig Bestandteil der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern sind und dass mehr Schulpsychologinnen und -psychologen sowie Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen eingestellt werden. Auch BASTA hatte seinerzeit Kontakt zum Kultusministerium aufgenommen und sein Schulprojekt zur Aufklärung über psychische Erkrankungen vorgestellt, das in ganz Bayern verbreitet ist. Leider verzichtete man auf eine Einbindung und Mitarbeit.

Die Süddeutsche Zeitung hat das Thema im Mai 2022 aufgegriffen und schreibt: „Tatsächlich hat das Ministerium vor drei Jahren eilig ein Zehn-Punkte-Programm auf den Weg gebracht, um über Depressionen aufzuklären. Unter anderem solle das Thema im Lehramtsstudium berücksichtigt werden. … Doch den Petenten reichte das nicht. Sie schrieben nun einen offenen Brief an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Diesen Brief unterzeichneten die Landtagsfraktionen von Grünen, SPD und FDP sowie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie und das Münchner Bündnis gegen Depression.“

Der ganze Artikel findet sich unter https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-landtag-depressionen-luca-zug-1.5593478.


Cover des Buches “Irre verständlich - Menschen mit psychischen Erkrankungen wirksam unterstützen” von Mathias Hammer und Irmgard Plößl



Buchbesprechung: „Irre verständlich“ von Matthias Hammer und Irmgard Plößl


Das Buch „Irre verständlich“ von Matthias Hammer und Irmgard Plößl richtet sich an Menschen, die im Psychiatriebereich arbeiten.

Der erste Teil behandelt allgemeine Themen wie „Warum werden Menschen psychisch krank?“, „Wie können Selbsthilfe und Genesung gefördert werden?“ und „Wie findet man Lösungen in komplexen beruflichen Alltagssituationen?“.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit spezifischen Krankheitsbildern. Dazu gehören Psychosen, Depressionen, bipolare Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, Traumasensibilität und suizidale Krisen. Dabei gehen Hammer und Plößl immer von einem konkreten Beispiel einer/eines Betroffenen aus. Dann schlagen sie einen Bogen, der von Symptomen, die wir alle kennen, über Informationen zum jeweiligen Krankheitsbild bis hin zu der Frage reicht, was im Alltag hilft.

Insgesamt ist das Buch sehr verständlich geschrieben.

“Irre Verständlich” ist im Psychiatrie-Verlag erschienen (ISBN 978-3-88414-533-3) und kostet 30 Euro , wird ergänzt durch Materialien zum Downloaden.

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Mai-Blog

Grafik und Szenenfoto mit BASTA-Mitglied Kerstin Schultes auf der Seite www.theater-apropos.de. Foto: Benjamin Schmidt

Theater Apropos mit „Theater & Musik Inklusiv“: Auftakt 21. Mai 2022

Das „Theater Apropos“ nimmt nach langer Wartezeit seinen Betrieb wieder auf. Es präsentiert am 21. Mai 2022 um 20 Uhr Hip-Hop live mit Gentleman Rapper. Das Programm heißt „Die Kraft der positiven Vibes“ und soll ein positives und konstruktives Lebensgefühl vermitteln. Der Hintergrund des Sängers Florian Prestele sind Theater, Kabarett und Comedy. Während einer Lebenskrise half ihm die Musik, sich neu zu (er-)finden. In seiner Show rappt er zur Livebegleitung durch den Bassisten Mr. Javier und Klängen aus dem Computer.
Der Event findet in der Kultur-Etage Messestadt statt.
Messestadt e.V., Erika-Cremer-Straße 8, 81829 München
Tel.: 089/99 88 68 930
Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Außerdem ist Apropos zu Gast beim inklusiven Festival GRENZGÄNGER.

  • Am Sonntag, dem 3. und Mittwoch, dem 6. Juli 2022, zeigt das Apropos Theater jeweils um 19 Uhr das Stück „Nehmen Sie die Untersuchungspille!“ nach Daniil Charms im TamS Theater.

  • Am 8. Juli 2022 um 19 Uhr findet die Veranstaltung „Nice Vibes“ von „The Sound of Theater Apropos“ im TamS Theater statt. Mit „Nice Vibes“ steht die neu entstandene Musikgruppe von Theater Apropos zum ersten Mal mit einem abendfüllenden Musikprogramm auf der Bühne und präsentiert bekannte Arien, Lieder und Songs von Klassik über Blues, Jazz und Pop bis Hip-Hop sowie eigene Kompositionen und Texte.

Der Vorverkauf für GRENZGÄNGER beginnt am 23. Mai 2022. Eintrittskarten erhalten Interessent*innen bei München Ticket unter 089/54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de. Mehr Infos demnächst auf https://grenzgaenger-theater.de.


DGPPN und Aktionsbündnis Seelische Gesundheit verleihen DGPPN-Antistigma-Preis

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) und das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit verleihen den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten DGPPN-Antistigma-Preis. Der Förderpreis zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen zeichnet Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen aus, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration psychisch erkrankter Menschen engagieren. Der Preis kann geteilt werden. Die Verleihung findet im November 2022 im Rahmen des DGPPN-Kongresses in Berlin statt.

Die Bewerbung besteht aus folgenden Dokumenten (in genannter Reihenfolge):

  • Kurze Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen

  • Übersicht über bisherige Aktivitäten

  • Ausführliche Darstellung des Projekts oder der Aktivitäten, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft beitragen (Antistigma-Ziel)

  • Ggf. Veröffentlichungen zu diesem Thema

  • Detaillierte Schilderung, welche Bedeutung der Preis für die Fortführung des Projekts haben könnte und Bezugnahme auf die Verwendung des Preisgelds

Der Umfang der Bewerbung (ohne Veröffentlichungen) soll sechs Seiten nicht überschreiten. Bewerbungen können bis zum 13. Juni 2022 ausschließlich elektronisch in einer PDF-Datei an den Vorsitzenden des Preiskomitees gerichtet werden: Prof. Dr. med. Arno Deister, preise@dgppn.de.
DieAusschreibung finden Sie unter https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/e2fcb1c3c96b449449b36a09c2c747e973d3ffa5/DGPPN-Antistigma-Preis_Ausschreibung%202022_fin.pdf

Zur Ergänzung: Unter dem Motto „Ethik, Recht und psychische Gesundheit“ findet vom 23. bis 26. November 2022 der diesjährige DGPPN-Kongress im CityCube Berlin statt. Wer den Kongress mit seinen Ideen, Themen und Projekten mitgestalten möchte, kann dort einen Stand buchen. Anmeldefrist dafür ist der 31. Juli 2022. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Kongresskoordinatorin Sofia Gogotishvili, E-Mail: s.gogotishvili@dgppn.de.


Motiv des Programmflyers der Tutzinger Psychatrietagung “Beteiligen- Psychisch Kranke und die Welt der Arbeit”

Tutzinger Psychiatrietagung „Beteiligen – Psychisch Kranke und die Welt der Arbeit“

Am 9. und 10. Mai 2022 veranstaltete die Evangelische Akademie Tutzing erstmals nach der Corona-Pandemie wieder eine Psychiatrietagung in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Gesellschaft für psychische Gesundheit und der Bayerischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie.

Passend zum Motto „Beteiligen“ eröffneten die beiden BASTA-Mitglieder Rudolf Starzengruber und Peter Bechmann die ausverkaufte Tagung mit Kurzvorträgen zur Perspektive der Betroffenen, was das Thema Arbeit anbetrifft. Beide hoben den Wert hervor, den die berufliche Beschäftigung für sie habe. Außerdem stellten sie heraus, dass das „Outing“, also der offene Umgang mit ihrer Erkrankung, die Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Integration sei. Im Anschluss daran folgten die Angehörigenperspektive und die Sicht der Ärzt*innen und Integrationsfirmen. Für eine Diskussion fehlte leider die Zeit, da das Programm sehr eng getaktet war.

Ziel der Organisatoren war es, alle Aspekte zum Thema Arbeit zusammenzubringen. So wurden neben einem philosophischen Exkurs zur Innenwelt Erkrankter sieben Projekte und Erfahrungen aus dem Bereich Arbeit vorgestellt. Das Spektrum reichte von der Tätigkeit der Integrationsfirmen, den Erfahrungen des Integrationsfachdienstes zur Reha-Einrichtung für psychisch Kranke (RPK), den Werkstätten für Menschen mit Behinderung der AWO und dem EX-IN-Modell bis hin zu den Tagesstätten „KontakTee“ und „Theateratelier München“.

Zum Abschluss des ersten Tages stellte Professor Johannes Hamann vom Klinikum Rechts der Isar die „Return-Studie“ vor, ein Forschungsprojekt, bei dem erkranken Menschen vor und nach der Entlassung aus der Psychiatrie durch Sozialarbeiter*innen Hilfen zur Rückkehr in den Beruf angeboten wurden. Der positive Aspekt dieser Hilfe ließ überraschenderweise nach einem Jahr erkennbar nach.

Neben einer offenen Fragerunde war der Vortrag des Betriebsarztes Dr. Herbert Reisinger ein Höhepunkt des zweiten Tages. So berichtete er über die Bedeutung des betrieblichen Wiedereingliederungs-Managements (BEM).

Details zum Programm und den Vortragenden finden Sie unter
https://www.ev-akademie-tutzing.de/veranstaltung/beteiligen-psychisch-kranke-und-die-welt-der-arbeit-2/

Manuskripte und Folien der Vorträge erhalten Sie auf Wunsch unter der E-Mail-Adresse info@bastagegenstigma.


Logo des Krisendienstes Bayern auf der Webseite www.krisendienst.bayern

Hilfe für ukrainische Flüchtlinge durch den Krisendienst Bayern

Aktuell erreichen den Krisendienst Bayern (Telefon: 0800/655 3000, kostenfrei und rund um die Uhr) zahlreiche Anfragen, ob und wann sich geflüchtete Menschen aus der Ukraine an diese Krisenhotline wenden können. Dazu steht ein Infoblatt im Internet unter https://www.krisendienste.bayern/2022/03/17/ukraine/.

Das Wichtigste in Kürze: In akuten psychischen Krisen können Menschen aus der Ukraine, die sich in Bayern aufhalten, jederzeit anrufen, wenn sie sich auf Deutsch verständigen können oder ihnen vor Ort eine Person hilft und eine gute Übersetzung aus dem Ukrainischen/Russischen ins Deutsche gewährleistet ist (zum Beispiel durch hier lebende Angehörige/Bekannte oder über Anlaufstellen der Ukraine-Hilfe). Dasselbe gilt in der Regel, wenn die Person englisch spricht oder eine Person vor Ort eine gute Übersetzung ins Englische gewährleisten kann. Eventuell ist aber eine Weitervermittlung nötig, es kann zu Wartezeiten kommen.

Für Menschen, die ausschließlich ukrainisch oder russisch sprechen, können die Krisendienste in Einzelfällen eine muttersprachliche Erstberatung anbieten. In diesem Fall wird um einen Anruf über die Nummer der Krisendienste gebeten, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Für dieses organisatorische Gespräch ist eine Verständigung auf Deutsch oder Englisch nötig.


Grafik auf der Seite www.goldkind-stiftung.de

Stiftung GOLDKIND hilft bei Elternkrisen

Bis zu vier Millionen Kinder in Deutschland leben mit psychisch kranken Eltern und leiden unter einem dysfunktionalen Erziehungsstil. Diesen Kindern und Jugendlichen will „GOLDKIND – Stiftung für Kinder aus dysfunktionalen Familien“ mit niederschwelligen, digitalen Angeboten direkt helfen.

Als eigenen Angaben zufolge erste Mental-Health-Plattform in Deutschland bietet das Portal www.goldkind-stiftung.de Soforthilfe bei Krisen durch diplomierte Therapeut*innen an. Die betroffenen Kinder werden durch ein Bündel an professionellen Gesprächsangeboten, altersgerechten Informationen und Coaching gestärkt.

Daneben hat sich GOLDKIND zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen und Hilfswillige mit Material zu versorgen, damit sie in ihrem Umfeld Betroffene unterstützen können. Impulsgeber und Gründer der 2021 ins Leben gerufenen Stiftung mit Sitz in München ist der Unternehmer Jan Fischer. Das Operative leitet Geschäftsführerin Carola Pougin.

Kontakt: Carolina Pougin, info@goldkind-stiftung.de,
Telefon: 089/124 139 010, Stiftung GOLDKIND gGmbH, Kaulbachstraße 87, 80802 München.

Die Therapeut*innen sind im Video- und Live-Chat jeden Montag von 17 bis 19 Uhr und jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr erreichbar.


Offizielles Social-Media-Post der “Woche der seelischen Gesundheit” vom 10 bis 20 Oktober 2022

Anmeldung für Berliner Woche der Seelischen Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober 2022

Vom 10. bis 20. Oktober 2022 nimmt die Woche der Seelischen Gesundheit unsere sozialen Beziehungen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Blick. Unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ setzt sich die Aktionswoche dafür ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und mehr Verständnis füreinander zu entwickeln.

Gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen wollen die Veranstalter allen Interessierten psychosoziale Hilfsangebote in der Nähe aufzeigen und Möglichkeiten zum Austausch bieten. Ob Vortrag oder Workshop, Tag der offenen Tür, Podcast oder Infovideo – in ganz Deutschland werden im Oktober wieder über 400 Präsenz- und Onlineveranstaltungen stattfinden.

Wer teilnehmen will, kann seine/ihre Veranstaltung auf der Website www.seelischegesundheit.net anmelden. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unterstützt alle Teilnehmer*innen inhaltlich mit fachlichen Informationen, Hilfsangeboten und Tipps zum Thema der Aktionswoche. Darüber hinaus koordiniert das Bündnis den bundesweiten Onlineveranstaltungskalender, das Programm für alle Berliner Veranstaltungen und die große Auftaktveranstaltung am 10. Oktober 2022 vor Ort in Berlin sowie im Livestream.

Kontakt: Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, Reinhardtstraße 29, 10117 Berlin, Telefon: 030/240477220, E-Mail: koordination@seelischegesundheit.net.

 

 

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April-Blog

Grafik zum Inklusionspreis auf der Webseite www.bezirk-oberbayern.de/inklusionspreis

Inklusionspreis 2022: „Wir sind Heimat – Vielfalt leben vor Ort“

Seit 2012 lobt der Bezirk Oberbayern alle zwei Jahre den Inklusionspreis aus – jedes Mal mit einem anderen Schwerpunktthema. Heuer steht er unter dem Motto „Wir sind Heimat – Vielfalt leben vor Ort“. Ausgezeichnet werden Initiativen und Projekte, die sich in den oberbayerischen Kommunen für ein barrierefreies Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung insbesondere in den Bereichen Kultur, Umwelt und Natur sowie Mobilität einsetzen. Noch bis zum 20. Mai 2022 können sich in Oberbayern angesiedelte freie, öffentliche und kirchliche Organisationen, Firmen, Vereine, Initiativen, Netzwerke, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Einzelpersonen bewerben. Eingereicht werden dürfen nur bereits laufende Projekte und Initiativen.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 10.000 Euro und kann auf maximal drei Preisträger verteilt werden. Interessent*innen können sich das Bewerbungsformular auf der Homepage des Bezirks Oberbayern (www.bezirk-oberbayern.de/Inklusionspreis) herunterladen und mailen es ausgefüllt dann an inklusionspreis@bezirk-oberbayern.de. Jede Bewerbung ist zusätzlich als unterschriebenes Original an folgende Adresse zu schicken: Bezirk Oberbayern, Inklusionspreis 2022, Nicole Simba, Postfach, 80535 München.


Grafik zum Fachtag “Strategien gegen Stigmatisierung” auf der Webseite http://pandora-selbsthilfe.de

 

Pandora Selbsthilfe e.V.: Trialogischer Fachtag „Strategien gegen Stigmatisierung“

Bereits vor 16 Jahren hat der Verein Pandora zu einer Ausstellung zum Thema Stigmatisierung psychischer Erkrankungen eingeladen. Leider ist es auch heute noch nötig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Der Umgang mit psychischen Erkrankungen in den Medien und der Popkultur ist dafür ebenso verantwortlich wie der Leistungsdruck unserer Gesellschaft und die weit verbreitete Unwissenheit.

Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums veranstaltet Pandora am 28. April 2022 von 10 bis 15 Uhr einen Fachtag zum Thema „Strategien gegen Stigmatisierung“. Im Rahmen eines trialogischen Austauschs sollen Betroffene, Angehörige und Experten zu Wort kommen. Mit dabei sind Professor Dr. Nicolas Rüsch, die Angehörige Janine Berg-Peer sowie ihre Tochter Henriette. Rüsch und Berg-Peer veröffentlichten unter anderem 2020 das Buch „Das Stigma psychischer Erkrankung: Strategien gegen Diskriminierung und Ausgrenzung“ (BASTA berichtete). Sprechen werden zudem Mitarbeitende und Engagierte des Vereins. Die Besucher*innen erwartet ein kleiner Imbiss, Trialog und ein Recovery-Workshop. Der Fachtag findet in Nürnberg im Nachbarschaftshaus Gostenhof (Adam-Klein-Straße 6, 90429 Nürnberg) und online statt. Anmelden können sich Interessierte per E-Mail bei Carsten Striepe (carsten.striepe@pandora-selbsthilfe.de). Weitere Informationen gibt es unter http://pandora-selbsthilfe.de/index.php/2022/02/03/save-the-date-fachtag-im-rahmen-unseres-30-jubilaeums/.


Headergrafik auf der Webseite http://ex-in-by.de

EX-IN-Genesungsbegleiter*innen-Kurs: Digitale Informationsveranstaltungen

Die Planung für den nächsten Münchner EX-IN-Genesungsbegleiter*innen-Kurs steht. Er beginnt voraussichtlich im September 2022. Vorbereitend dazu findet am 14. Mai 2022 von 15 bis 17 Uhr eine Informationsveranstaltung in digitaler Form statt. Neben der Vorstellung des Trainerteams wird über die Inhalte des Kurses, über die Teilnahmevoraussetzungen, über das Bewerbungsverfahren sowie über Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten des Kurses informiert. Darüber hinaus berichten Genesungsbegleiter*innen von ihren Erfahrungen mit dem Kurs beziehungsweise geben Einblick in ihren beruflichen Alltag.

Wer an der Informationsveranstaltung teilnehmen möchte, kann sich via E-Mail (kurs6_muenchen@ex-in-by.de) anmelden. Die Zugangsdaten für die digitale Teilnahme werden eine Woche vor dem Veranstaltungstermin zugemailt. Der Kurs selbst findet im Mathildensaal des Evangelischen Handwerkervereins (Mathildenstraße 4, 80336 München) an zwölf Wochenenden statt, und das jeweils freitags 14 bis 18:30 Uhr, samstags 9:30 bis 18:00 Uhr und sonntags 9:30 bis 16:30 Uhr. Jedes Modul kostet 220 Euro. Weitere Informationen zum EX-IN-Kurs stehen unter http://ex-in-by.de/kurse/muenchen/ zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Eva Ziegler-Krabel, EX-IN-Landessprecherin Bayern Länderrat EX-IN Deutschland e.V. und EX-IN-Trainerin, Telefon: 089/40 90 80 03, E-Mail: ziegler-krabel@ex-in-by.de.


Grafik zur Online-Fachtagung “Und wer fragt mich?” auf der Webseite www.dgsf.org

Online-Fachtagung am 3./4. Mai zum Thema „Unterstützung für Kinder psychisch erkrankter Eltern“

Am 3. und 4. Mai findet die verbändeübergreifende Online-Fachtagung „Und wer fragt mich? Unterstützung für Kinder psychisch erkrankter Eltern gestalten“ statt. Die andauernde Pandemie macht psychische Erkrankungen häufiger und verschärft die Situation der Familien mit psychisch kranken Eltern deutlich, wie Studien eindeutig nachweisen. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, Kinder psychisch, sucht- und chronisch kranker Eltern zu unterstützen und eine Kampagne zur bundesweiten Enttabuisierung und Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen durchführen zu wollen. Ziel der verbändeübergreifenden Fachtagung ist es, weitere Umsetzungsschritte der Empfehlung der Arbeitsgruppe Kinder psychisch- und suchtkranker Eltern (www.ag-kpke.de) von 2019 anzuregen. Dabei kooperieren Gesundheitswesen, Kinder- und Jugendhilfe, Wissenschaft, Politik und Betroffenen-Organisationen. Im Rahmen der Veranstaltung bringen die Organisator*innen Expert*innen aus den verschiedenen Gruppen miteinander ins Gespräch. Positive Erfahrungen systemübergreifender Projekte dienen dabei als Denkanstöße und Diskussionsgrundlage. Daraus können gemeinsam notwendige strukturelle Gelingensbedingungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene abgeleitet und entscheidende nächste Schritte diskutiert werden. Das Programm steht unter https://www.dgsf.org/aktuell/termine/termine/und-wer-fragt-mich im Internet. Dort gibt es auch einen Link zur Anmeldung. Die Tagung kostet 85 Euro. 


Headergrafik auf der Webseite www.br.de/radio/bayern2/gutes-beispiel

 

Bayern-2-Wettbewerb „Gutes Beispiel 2022“: Projekt „Icebreaker“ gewinnt

Die fünf Preisträger des Bayern-2-Wettbewerbs „Gutes Beispiel 2022“ stehen fest. Das Publikum hat entschieden und das Projekt „Icebreaker“ auf Platz eins gewählt. Es klärt über Depression im Jugendalter auf. Aus der Vielzahl der Projekte, die eingereicht wurden, haben die Mitglieder*innen der Jury (unter anderem die frühere Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und die Unternehmerin Günes Seyfarth) fünf Finalisten nominiert. Das letzte Wort hatte das Bayern-2-Publikum im Rahmen einer Online- und Telefonabstimmung.

Antriebslos, mutlos oder isoliert: Eine Depression hat viele Anzeichen. Dennoch bleiben psychische Erkrankungen oft lange unerkannt und sind zudem sehr tabuisiert, gerade bei Jugendlichen in der Pubertät. Das Projekt „Icebreaker“ mit Sitz in Nürnberg will dagegen angehen, klärt auf und ermutigt Betroffene, Hilfe zu suchen. Vor der Pandemie entwickelte der Verein mit den Jugendlichen ein Theaterstück, in der Corona-Zeit wurden dann Videoclips produziert, die an Schulen in verschiedenen Kommunen Bayerns gezeigt werden. Informationen über die anderen Preisträger gibt es auf folgender Webseite: https://www.br.de/radio/bayern2/gutes-beispiel/gutes-beispiel-2022-das-finale-100.html. Der erste Preis ist mit 4000 Euro dotiert.


Grafik auf der Seite www.vinzenz-wuerzburg.de

Vinzenz: Vielfältige Jobs für Menschen mit und ohne Handicap

In den drei Dienstleistungsbereichen Garten- und Landschaftsbau, Gebäudereinigung sowie Wäscherei des Würzburger Unternehmens Vinzenz arbeiten Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam als ein Team. Das Inklusionsunternehmen bietet sinnvolle, existenzsichernde und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit körperlichen, sozialen und/oder psychischen Handicaps.

Im Januar 2022 hatten die Kolleg*innen aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau Besuch vom Fernsehen. Ein Produktionsteam vom ZDF begleitete sie einen Tag lang mit der Kamera für die Sendung „Aktion Mensch“. Von „Aktion Mensch“ wurde Vinzenz zuletzt intensiv bei der Neuanschaffung von Maschinen für den Bereich Garten- und Landschaftsbau unterstützt. Vielen Dank dafür! Die Homepage ist unter https://www.vinzenz-wuerzburg.de/ zu finden.


Headergrafik auf der www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org

dpa: Wie umgehen mit schmerzhaften Kriegserinnerungen?

Die Bilder, die derzeit aus der Ukraine um die Welt gehen, sind belastend. Mitunter wecken sie auch schmerzhafte Erinnerungen. Denn viele ältere Menschen in Deutschland haben in ihrer Kindheit und Jugend selbst Krieg erlebt.

Julia Michel aus Berlin, Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie und Sprecherin des Arbeitskreises „Psychotherapie mit Älteren“ der Psychotherapeutenkammer Berlin, arbeitet mit älteren Menschen. In einem Interview mit der dpa verrät sie, wie ein Umgang mit der Kriegsangst aussehen kann – und an welchem Punkt es ratsam ist, sich psychologische Hilfe zu suchen. Das Interview findet sich unter https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/artikel/wie-umgehen-mit-schmerzhaften-kriegserinnerungen. In Notfällen ist auch das Kontakttelefon Silbernetz unter 0800/470 80 90 täglich von 8 bis 22 Uhr kostenlos zu erreichen. 

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März-Blog

Headergrafik des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit auf der Seite www.seelischeesundheit.net

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Jahrestagung am 23. Mai 2022 in Berlin

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit (ABSG) lädt am Montag, dem 23. Mai 2022, zur Jahrestagung 2022 in Berlin ein. Sie findet von 11 bis 16 Uhr beim Deutschen Bauernverband in der Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin, statt. Nach aktuellem Stand wird die Tagung als Präsenzveranstaltung unter geltendem Hygienekonzept abgehalten. Angelehnt an die Woche der Seelischen Gesundheit im Oktober 2022  wird das Thema „Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“ aufgegriffen und unter verschiedenen Aspekten diskutiert. Neben der Vorstellung neuer Bündnispartner und verschiedener Best-Practice-Projekte ist auch eine offene Fragerunde mit einem Gesundheitspolitiker (N.N.) geplant. Darüber hinaus wird es drei Workshop-Sessions geben, die den Teilnehmenden Zeit und Raum für Diskussionen und Vernetzung bieten.

Die Veranstalter laden Interessent*innen zudem ein, aktuelle Projekte, die sich auf das Thema beziehen, im Rahmen der Jahrestagung vorzustellen. Anmelden kann man per E-Mail an koordination@seelischegesundheit.net entweder sich selbst als Teilnehmenden und Best-Practice-Projekte eigentlich bis zum 11. März 2022, vielleicht gibt es für besondere Ideen Ausnahmen.

Das ABSG hat seinen Sitz in der Reinhardtstraße 29 in 10117 Berlin. Kontakt ist auch möglich über 030/240 477 220, die Webadresse lautet www.seelischegesundheit.net


Headergrafiken für die DAK ud veovita plus auf der Website www.dak.de/veovita

DAK: Neuer Höchststand 2021 bei Fehltagen durch psychische Erkrankungen

Der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen hat 2021 einen neuen Höchststand erreicht. Das Niveau lag mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte um 41 Prozent über dem von vor zehn Jahren. Ein psychischer Krankschreibungsfall dauerte durchschnittlich 39,2 Tage – auch dieser Wert war so hoch wie nie zuvor. Das zeigt der aktuelle Psychreport der DAK-Gesundheit mit einer Datenauswertung des IGES Instituts für 2,4 Millionen DAK-versicherte Erwerbstätige (https://www.dak.de/dak/bundesthemen/psychreport-2022-2533048.html#/). Danach gab es während der Pandemie bei Frauen ab 55 Jahren die größte Steigerungsrate. So kamen bei den 55- bis 59-Jährigen auf 100 Versicherte 511 Fehltage, bei den über 60-Jährigen waren es sogar 690. Der wichtigste Krankschreibungsgrund war bei Frauen wie Männern eine Depression, den stärksten Zuwachs verzeichneten Anpassungs- und Angststörungen. Im Branchenvergleich hatte das Gesundheitswesen mit 397 Psych-Fehltagen je 100 Versicherte die meisten Ausfälle – gemessen etwa am Einzelhandel oder an Banken. Frauen sind von psychischen Erkrankungen anders betroffen als Männer. Sie leiden stärker unter Ängsten, während Männer häufiger wegen Störungen infolge von Alkoholmissbrauch oder anderem Drogenkonsum krankgeschrieben sind.

Die drei Bundesministerien für Arbeit, Gesundheit und Familie haben eine Offensive für psychische Gesundheit gestartet, die mittlerweile von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis getragen wird. Auch die DAK beteiligt sich daran. Die Krankenkasse bietet den Angaben zufolge mit ihrem Programm „veovita plus“ ihren Versicherten schnelle und flexible Hilfe bei Angst, Depression und Burnout. Weitere Informationen dazu finden sich im Netz unter www.dak.de/veovita


Standbild aus dem Video “Multitude” von Stromae

Nach langer Abstinenz: Neues Album von Stromae

Der belgische Musiker Stromae leidet unter Depressionen. Dies verarbeitet er in seiner Musik, die vielschichtigen, anspruchsvollen Pop mit vielen Einflüssen und einem Potpourri an Stilen, nicht zuletzt elektronischer Musik, bietet und gut im Ohr klingt. Seit seinem letzten Welterfolg „Papaoutai“ sind neun Jahre vergangen. In dieser Zeit scheute Stromae die Öffentlichkeit aufgrund seines Kampfes mit der Depression und produzierte sein neues Album „Multitude“ – sehr persönlich, nicht oberflächlich, dennoch radiotauglich. Jeder Track ist ein Statement. Er singt und rappt, nichts ist tabu, nichts zu ernst: hier ein koketter Song über moderne Beziehungen, dort etwas Trauriges über den Krebs und da ein anklagender Song über Rassismus, gehaltvoll und eingängig. Selbst für diejenigen, die des Französischen nicht mächtig sind, ist Stromae eine echte Empfehlung, lassen sich doch für drei der zwölf Lieder die Untertitel auf YouTube einschalten. Hierzulande wird der belgische Musiker in den Feuilletons ein wenig stiefmütterlich behandelt, ausgeklammert – das aber völlig zu Unrecht, denn er ist ein außergewöhnlicher Künstler.

In seiner Musik spricht Stromae nicht nur über die Hölle der Depression, sondern macht auch anderen Betroffenen Mut. Denn wie er so treffend bemerkt: „Ich bin nicht allein damit, dass ich mich allein fühle. Wenn ich uns zählen könnte, wären wir viele.“ Und seine Lieder erzählen viel, auf eine sanfte Weise, die gefällt. Sein Auftritt im französischen Fernsehen hat viele Menschen bewegt und sie dazu gebracht, ihre eigenen Geschichten zu teilen, was Depressionen angeht. Sie feiern den Musiker für seine Offenheit, der Mitschnitt seines Auftritts ging viral. Stromae zeigt deutlich, dass sich Pop und Tiefgründigkeit nicht ausschließen müssen.

Einen kurzen Auszug aus dem neuen Album gibt es unter https://www.youtube.com/watch?v=rw0XBin_r9s&list=PLkqz3S84Tw-RukCXnpM55AjCWC37HyhWE&index=2


Cover des Buches “Du darfst nicht alles glauben, was du denkst – Meine Depression” von Kurt Krömer, erschienen bei Kiepenheuer&Wisch

Deutschlandfunk Nova: Comedian Kurt Krömer spricht über seine Depression

Kurt Krömer hat in seiner Fernsehsendung „Chez Krömer“ offen über seine schwere Depression und seine Zeit in der Tagklinik gesprochen. Er hat damit Millionen Menschen erreicht. Nun erscheint sein Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst: Meine Depression“.

Der Comedian erzählt, er sei wegen seiner Depressionen acht Wochen lang in einer Tagesklinik behandelt worden. Sein Manager habe Bedenken geäußert: „Was ist denn jetzt, wenn dich die Yellow Press oder die Bild-Zeitung abschießt und daraus eine Story macht?“ Daraufhin sei Krömer wütend geworden: „Da bin ich so sauer geworden und dachte: ‚Dann schreibt es doch! Was ist das Problem, wenn ich jetzt sage, ich war schwer krank und habe den Mut aufgebracht und bin in so eine Klinik gegangen?‘“

Er sagt, lange Zeit sei er sich seines Problems nicht bewusst gewesen. Heute wisse er, wie bei Depressionen unterschieden werde. Bei einer leichten Depression helfe es, einmal pro Woche zu einer Therapie zu gehen. Bei einer mittleren Depression würden leichte Antidepressiva und ebenfalls Therapie verschrieben. Bei einer schweren Depression – wie bei Krömer – sei man im Prinzip lebensunfähig und müsse in eine Klinik gehen. Er stellt fest: „Die Anzeichen für Depression sind absolute Schwermut und Antriebslosigkeit – du hast keine Emotionen mehr.“

Kurt Krömer wurde 1974 als Alexander Bojcan geboren. Er ist Komiker und Schauspieler, unter anderem hat er den Grimme-Preis erhalten. Seine Sendung „Chez Krömer“ läuft im rbb und auf YouTube. Zuletzt war er in der Comedy-Show „LOL – Last one laughing“ zu sehen.

Den Artikel und das Gespräch finden Interessent*innen unter https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/comedian-kurt-kroemer-redet-klartext-ueber-depressionen-und-alkohol?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE. Auch Anlaufstellen sind aufgeführt.

Von Kurt Krömer ist jetzt bei Kiepenheuer&Witsch das Buch “Du darfst nicht alles glauben, was du denkst” erschienen.
https://www.kiwi-verlag.de/buch/kurt-kroemer-du-darfst-nicht-alles-glauben-was-du-denkst-9783462002546 


Headergrafik des ebz auf der Website www.ebz-muenchen.de

Evangelisches Beratungszentrum München: Ressourcengruppe für clevere Kids

Auch als Kind hat man es nicht immer leicht. In allen Familien gibt es Phasen, in denen es drunter und drüber geht, sei es wegen Streit und Krisen, wegen Stress und Krankheiten oder wegen Trennung. Manchmal ist es schwierig für Kinder, die Erwachsenen zu verstehen, ihre eigenen Gefühle zu erkennen und sich entsprechend Hilfe zu holen. Hier greift eine Kindergruppe des Evangelischen Beratungszentrums München (ebz). Sie wendet sich an Kinder zwischen acht und zehn Jahren, deren Eltern psychisch belastet oder psychisch erkrankt sind. Im Rahmen der Treffen wird sich ganz den Ressourcen der Kinder gewidmet und alles ausgebaut, was sie an Gefühlen, Lösungsideen und Stärken mitbringen. Erklärt werden den Kindern zudem die Gefühle und Reaktionen von Erwachsenen.

Die Kindergruppe startet am 5. Mai 2022 in Ramersdorf unter dem Motto „Gefühle und ich – Ressourcengruppe für clevere Kids“. Sie findet sieben Mal donnerstags zwischen 16 und 17:30 Uhr statt, der letzte Termin ist der 7. Juli 2022. Es gibt zwei begleitende Elterngespräche.
https://www.kipse.de/adressen/kipse/

Der Veranstaltungsort ist das ebz in Ramersdorf, Echardingerstr. 63 in 81671 München. Die telefonische Anmeldung im Sekretariat ist unter 089/590 48-230 möglich. Weitere Informationen zum ebz finden sich unter www.ebz-muenchen.de.

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Februar-Blog

Onlineseminare ApK Bayern

Der Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e. V. (ApK Bayern) bietet auch für Nicht-Mitglieder Onlineseminare an. Eine Auswahl:

·      „Bipolare Störungen verstehen und damit leben“ – Infos und hilfreiche Tipps für Angehörige: Donnerstag, 24. Februar 2022, 18 bis 20 Uhr. Referent ist Karl Heinz Möhrmann, Vorsitzender des ApK Bayern, der aus eigener Erfahrung spricht.

·      “Zwangsstörung verstehen und damit leben” - Ein Überblick für Angehörige: Donnerstag, 31. März 2022, 18 - 20 Uhr.

Die Teilnahmegebühr: für Mitglieder des ApK Bayern ist es kostenfrei / Nicht-Mitglieder 10 Euro pro Person. Anmeldungen sind jeweils bis einen Tag zuvor (bis 12 Uhr) möglich. Weitere Seminare zum Thema Resilienz, Cannabiskonsum und Messies finden ab März 2022 statt. Anmelden können Sie sich online unter https://www.lapk-bayern.de/service/termine/. Dort gibt es auch zusätzliche Informationen. 

Screenshot der Online-Kursangebots auf der Seite https://www.lapk.de


Logo von EX-IN Deutschland e.V.

EX-IN Deutschland: Jahrestagung mit Mitgliederversammlung in Kaiserslautern

Am 14. und 15. März 2022 finden in Kaiserslautern Jahrestagung und Mitgliederversammlung (MV) von EX-IN Deutschland e. V. statt. Die Teilnahme ist sowohl in Präsenz in Kaiserslautern als auch digital möglich. Es gibt Vorträge zu den Themen „EX-IN und Forschung“, „EX-IN Genesungsbegleiter*innen in Tätigkeit“ (Podium und Austausch), „EX-IN Angehörigenbegleitung“ und „Finanzierung von EX-IN“. Danach folgt eine Diskussionsrunde im Plenum. Weiterer Hauptpunkt ist die Mitgliederversammlung, die durch Informationen des Vereins und Gruppendiskussionen ergänzt wird.

Veranstaltungsort ist das Edith-Stein-Haus in der Engelsgasse 1, 67657 Kaiserslautern. Angemeldet werden kann sich bei info@ex-in.de oder telefonisch unter 07202/929 2449. Die Anmeldefrist endet am 24. Februar 2022. Die Kosten belaufen sich auf 65 Euro für einen Tag und 95 Euro für beide Tage, unabhängig von der Art der Teilnahme. 


Headergrafik auf der Webseite https://www.die-mitterfelder.de

„Die Mitterfelder“: Familienpflege bei psychisch erkrankten Eltern

In Familien mit kleinen Kindern geht es oft turbulent zu. Was aber passiert, wenn ein Elternteil wegen einer psychischen Erkrankung plötzlich ausfällt? Bei einer Veranstaltung des Arbeitskreises KipsE (Kinder psychisch erkrankter Eltern, http://www.kipse.de) informierte Antonia Ruhdorfer, Einsatzleitung Familienpflege der gemeinnützigen Gesellschaft “Die Mitterfelder gGmbH”, über die Möglichkeit, Familienpflege bei einer psychischen Erkrankung eines Elternteils in Anspruch zu nehmen. 21 Fachkräfte haben 2021 insgesamt 23.000 Einsatzstunden erbracht, 23 Prozent davon bei Familien mit psychischer Erkrankung. Ziel der Familienpflege ist es, eine Notsituation zu überbrücken, sodass die Kinder weiterhin in der Familie bleiben können und (meist) der Vater weiter zur Arbeit gehen kann. Die Aufgaben sind sehr vielfältig: Betreuung der Kinder, Versorgung im Haushalt, pädagogische Unterstützung, Einhalten von Terminen.

Voraussetzung für die Hilfe ist, dass wegen Erkrankung die Betreuung und Versorgung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Bei der Krankenkasse muss ein Antrag gestellt werden, zudem ist ein Attest von einem Facharzt erforderlich. Die Hilfe kann bis zu 26 Wochen gewährt werden, wenn das Kind unter 12 Jahren ist. Bei manchen Krankenkassen liegt die Altersgrenze bei 14 Jahren. Eine Finanzierung über das Jugendamt erfolgt, wenn die Krankenkasse ablehnt oder die Familie privat versichert ist.

Ansprechpartnerin Frau Ruhdorfer ist zu erreichen in der Mitterfeldstraße 20, 80689 München, Telefon: 089/5 80 91-91, E-Mail: fpflege@die-mitterfelder.de. Weitere Informationen finden Interessent*innen unter https://www.die-mitterfelder.de/begleiten/familienpflege.

 


Titelbild der PDF-Publikation Spektrum Kompakt mit der Ausgabe “Schizophrenie – Psychosen Verstehen und Behandeln”

spektrum.de: „Schizophrenie gibt es nicht“

Folgender Text von Wim Swinnen ist in spektrum.de zu finden (https://www.spektrum.de/news/psychiatrie-schizophrenie-gibt-es-nicht/1682902): „Weg mit dem Etikett „Schizophrenie“! Dafür plädiert Jim van Os, einer der bekanntesten Psychiater in den Niederlanden. Ihm zufolge stehen die Krankheitskategorien im DSM-5, dem diagnostischen und statistischen Manual psychischer Störungen, auf wackligen Beinen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind jung und bekommen die Diagnose Schizophrenie. Das bedeutet: eine unheilbare Hirnerkrankung, wegen der Sie wahrscheinlich kein eigenes Auskommen haben werden, wegen der Sie den Rest Ihres Lebens Medikamente mit vielen Nebenwirkungen einnehmen müssen und ein erhöhtes Risiko haben, früh zu sterben.

Der reinste Unsinn, sagt der Psychiater und Epidemiologe Jim van Os von der Universität Utrecht. Van Os ist bekannt für eine patientenorientierte Diagnostik. Nach 50 Jahren intensiver Forschung gebe es immer noch keine Hirnmarker und keinen Bluttest für Schizophrenie, sagt er. „Es gibt kein klar definiertes Krankheitsbild, nur verschiedene psychotische Symptome, die sich in Schweregrad und Dauer unterscheiden. Mit anderen Worten: Es handelt sich um ein Spektrum mit einem Mix an Symptomen, der bei jedem Menschen anders ausfällt.“

Im nachfolgenden Interview stellt Os klar, dass aus seiner Sicht Patient*innen den Begriff „Psychoseanfälligkeit“ bevorzugen würden. Jeder Mensch neige in einem gewissen Maß zu Psychosen, der eine mehr, der andere weniger. 3,5 Prozent der Menschen litten darunter; dann könne man von einem Psychose-Spektrum-Syndrom sprechen – analog zum Begriff „Autismus-Spektrum-Störungen.“ Auch bei den Psychosen wisse man seit Langem, dass es sich um ein breites Spektrum mit vielen Erscheinungsformen handele, die von genetischen, sozialen und Umweltfaktoren abhängen würden.


Header der Webseite www.spektrum.de

 

spektrum.de-Bericht zum Thema Depression: „Gute Vorsätze können Rückfällen vorbeugen“

„Pläne nach dem Wenn-dann-Prinzip können dabei helfen, eine Depression langfristig in Schach zu halten. Sie bilden eine Brücke zwischen Therapie und Alltag, entdeckten Forscher.“ So beginnt ein Bericht von Joachim Retzbach in spektrum.de (https://www.spektrum.de/news/depression-gute-vorsaetze-koennen-rueckfaellen-vorbeugen/1915795).

Und weiter heißt es: „Eine Depression bleibt häufig kein einzelnes Ereignis: Nach einer durchlittenen Episode liegt das Risiko, später noch einmal zu erkranken, bei rund 50 Prozent. Oft vergehen nur wenige Monate zwischen dem Ende einer Therapie und dem erneuten Versinken in Schwermut. Wie also könnte man die Patienten und Patientinnen langfristig besser stabilisieren?

Dieser Frage ging ein Team um Michael Lucock von der University of Huddersfield nach, indem es die Wirksamkeit einer Intervention namens SMArT (kurz für „Self-Management after Therapy“) untersuchte. … In der ersten SMArT-Sitzung, die kurz nach dem Ende der eigentlichen Therapie erfolgte, vereinbarten die Betroffenen mit dem Therapeuten bis zu fünf persönliche „Pläne“. Diese basierten auf dem Wenn-dann-Prinzip und sahen eine konkrete Handlung vor, beispielsweise: „Jeden Abend vor dem Zubettgehen werde ich die positiven Dinge aufschreiben, die mir an diesem Tag widerfahren sind“ oder „Wenn ich mich niedergeschlagen fühle, werde ich meinen Partner darauf ansprechen“. Anschließend wurden die Teilnehmenden noch dreimal im Abstand von etwa einem Monat angerufen. Dabei fragten die Therapeuten nach dem Befinden der Probanden und ihren Erfahrungen mit den Plänen.

Zum Zeitpunkt des letzten Anrufs waren 13 Prozent der Patienten rückfällig geworden. Dies sei eine deutlich geringere Rate als bei einer methodisch vergleichbaren Studie, in der es keine Nachsorge gab, so die Forscher. Dort hatte die Rückfallquote zu diesem Zeitpunkt – vier Monate nach Ende der Therapie – 37 Prozent betragen.“  


Logo des Landschaftsverband Rheinland (LVR)

Ausschließlich virtuell: LVR-Tagung am 30. März 2022 zum Thema „Update Essstörungen“

Die LVR-Fokustagung (LVR = Landschaftsverband Rheinland) zum Thema „Update Essstörungen“ – wir berichteten in unserem Januar-Newsblog – findet wie angekündigt am 30. März 2022 statt. Anders als geplant wird sie aber ausschließlich virtuell durchgeführt.

Das Programm finden Sie unter https://tagungen-klinikverbund.lvr.de/de/nav_main/lvr_fokustagungen/lvr_fokustagung_2022/startseite_11.html
Bitte melden Sie sich bis zum 28. März 2022 unter nachfolgendem Link an: ANMELDUNG.

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Januar-Blog


Titelbild einer älteren Ausgabe (Band 91 / April 2020) der Zeitschrift “Der Nervenarzt”, die auf der Online-Plattform “SpringerLink” des Springer-Verlages erscheint.

Der Nervenarzt: Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen an der Forschung

Patient and Public Involvement (PPI) zielt darauf ab, Betroffene und Angehörige als Mitgestalter in den Forschungsprozess zu integrieren. Dazu berichtet die Zeitschrift Der Nervenarzt (https://doi.org/10.1007/s00115-021-01249-z). Es gebe dafür nicht nur ethische und rechtliche Grundlagen, sondern PPI könne Forschung besser, relevanter und glaubwürdiger machen sowie sogar Kosten reduzieren, so der Artikel. Konsequenterweise forderten zunehmend Forschungsförderer und wissenschaftliche Journale die Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen in allen Phasen des Forschungsprozesses. Trotzdem werde PPI bisher in der psychologisch-psychiatrischen Mainstreamforschung in Deutschland kaum realisiert.

Das sich derzeit konstituierende Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) wolle in bisher nicht dagewesenem Umfang die Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen realisieren. An den Planungen sind in München neben anderen Organisationen auch BASTA-Aktive beteiligt. Derzeit werden im Rahmen einer sechsmonatigen Konzeptentwicklungsphase für das Zentrum die Weichen dafür gestellt. Weiter heißt es in dem Text: „Noch vor dem Start der Konzeptentwicklung wurde im Sommer 2021 ein trialogischer Zentrumsrat etabliert, um Betroffene und Angehörige bereits bei der Erarbeitung von Leitungsstruktur und inhaltlicher Ausrichtung des DZPG einzubinden.“ In diesem hätten Angehörige und Betroffene insgesamt 25 Prozent des Stimmenanteils bei allen Entscheidungen. Der trialogische Zentrumsrat, so ist in dem Artikel auch zu lesen, setze sich dafür ein, dass Themen wie Peer-Support, Entstigmatisierung, Salutogenese, Umgang von Angehörigen mit Suiziden und partizipatives Forschen in der klinischen Psychologie und Psychiatrie einen festen Platz in der Forschungsagenda der kommenden Jahre in Deutschland haben. Welche Maßnahmen im Einzelnen vorgesehen sind, sind dem oben genannten Link zu entnehmen.
Sobald sich neue und konkrete Entwicklungen abzeichnen, werden wir Sie hier informieren.


Logo von EX-IN Bayern

Last-Minute-Erinnerung: Vernetzungstreffen EX-IN Bayern am 26. und 27. Januar 2022 in Irsee

Das bereits im letzten Jahr angekündigte EX-IN-Vernetzungstreffen Bayern 2022 findet wie vorgesehen am 26. und 27. Januar 2022 als Onlineveranstaltung statt.

Zu Anmeldung und Programm: http://ex-in-by.de/termin/vernetzungstreffen-ex-in-bayern-2022-am-26-27-januar-online/


Logo und Schriftzug des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR)

LVR-Fokustagung: „Update Essstörungen – Prävention, Diagnostik und Therapie“

Am 30. März 2022 findet die LVR-Fokustagung 2022 (LVR = Landschaftsverband Rheinland) „Update Essstörungen – Prävention, Diagnostik und Therapie“ sowohl im KOMED in Köln als auch online statt. Essstörungen entwickeln sich in der Regel bereits im Jugend- oder im jungen Erwachsenenalter und nehmen nicht selten einen chronischen Verlauf. Ihr Spektrum ist breit und oft treten sie in Mischformen auf. Anorexie, Bulimie sowie Binge Eating (exzessives, übermäßiges Essen) sind dabei Formen, die auch der breiten Öffentlichkeit bekannt sind. In den vergangenen Monaten hat sich herausgestellt, dass der Behandlungsbedarf während der Pandemie insbesondere bei weiblichen Jugendlichen zugenommen hat. Dies verdeutlicht nochmals die Aktualität des Themas.

Im Rahmen der LVR-Fokustagung 2022 werden Ätiologie (Lehre der Ursachen von Krankheiten), Prävention, Diagnostik und Therapie von Essstörungen aus den Blickwinkeln der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Erwachsenenpsychiatrie sowie der Psychosomatik behandelt. Neun Vorträge beleuchten unter anderem die Bedeutung von Komorbiditäten, die ethischen Aspekte bei der Behandlung schwerer Verlaufsformen sowie innovative Behandlungsansätze bei Jugendlichen mit Home Treatment. Schließlich wird der Einfluss der Pandemie auf die Lebens- und Versorgungsrealität der Kinder und Jugendlichen betrachtet.

Das Programm und weitere Informationen finden Interessent*innen unter www.tagungen-klinikverbund.lvr.de. Kontakt ist über fokustagung2022@lvr.de möglich. Achtung: Aufgrund des Pandemiegeschehens könnte sich das Format der Tagung noch ändern, sprich nur online stattfinden.


Header-Schriftzug auf der Website https://www.nzz.ch/deutschland der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)

Neue Zürcher Zeitung: Die Jugendpsychiatrie schlägt Alarm – warum Jugendliche sensibel auf Covid-Stress reagieren

Die psychische Gesundheit der Jugendlichen habe in den letzten zwei Jahren gelitten, sagen Fachleute. Ein Blick ins Gehirn zeigt, warum gerade Jugendliche während der Pandemie besonders vulnerabel sind und warum das Risiko für psychische Erkrankungen mit der Pubertät steigt.
So wird in dem Artikel herasugestellt, dass Angststörungen und Depressionen “nach Einsetzen der Pubertät unvermittelt häufiger” werden. Und epidemiologische Studien zeigen würden, dass “75 Prozent der Menschen, die im Laufe des Lebens an einer psychischen Erkrankung leiden, bereits vor dem 24. Lebensjahr erkranken.
Dabei würden Angststörungen oft bereits vor dem 15. Lebensjahr auftreten, während Depressionen in der späteren Adoleszenz diagnostiziert würden.
Den ganzen Text finden Sie unter https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-jugendpsychiatrie-schlaegt-alarm-warum-jugendliche-vulnerabel-sind-ld.1664122?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE.

 


Header-Schriftzug auf der Seite www.spektrum.de

Spektrum.de: „Borderline-Persönlichkeitsstörung – Von wegen lebenslänglich“

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung galt lange als kaum behandelbar. Zahlreiche neurowissenschaftliche Befunde sprechen inzwischen dagegen. Sie offenbaren bei den Betroffenen Besonderheiten in der Informationsverarbeitung des Gehirns, die sich verändern lassen.

Etwa ein bis drei Prozent der Bevölkerung leben mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Sie haben mit starken Stimmungsschwankungen, mit intensiven Emotionen wie Wut, aber auch mit dem quälenden Gefühl innerer Leere zu kämpfen. Sie verletzen sich oft selbst und reagieren sehr heftig auf kleinste Anzeichen von Zurückweisung.

Selbst Therapeut*innen und anderes medizinisches Personal sind manchmal überfordert von der Bandbreite an Symptomen und schätzen die Chance auf einen Behandlungserfolg häufig als gering ein, was zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung führen kann.

Es gibt allerdings neue Befunde aus den Neurowissenschaften, die bei der Heilung der Borderline-Persönlichkeitsstörung helfen könnten. Bei betroffenen Personen reagiert das Gehirn sensibler und stärker auf emotionale Reize. Sie haben außerdem Schwierigkeiten, solche Hirnareale zu nutzen, die Gefühle und Verhalten regulieren und steuern.

Verschiedene Befunde der letzten Jahre sprechen dafür, dass sich die biologischen Charakteristika bei der Verarbeitung von Reizen im Gehirn durch eine Psychotherapie verändern lassen. Eine speziell für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelte Therapie ist die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT). In der Behandlung erlernen die Klient*innen unterschiedliche Techniken, um ihre Gefühle zu regulieren, besser mit Stress umzugehen und in verschiedenen sozialen Situationen angemessen zu reagieren. Außerdem sind Achtsamkeitsübungen ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Mehrere Längsschnittuntersuchungen verdeutlichten in den vergangenen Jahren, dass sich Symptome wie emotionale Instabilität, das Gefühl von Leere oder Impulsivität bei einem Großteil der Patient*innen zurückbilden. Zehn Jahre nach der Diagnose erfüllten über 80 Prozent von ihnen nicht mehr die Kriterien für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Diese Textstellen sind dem in der Überschrift genannten Spektrum-Artikel entnommen, der zu finden ist unter https://www.spektrum.de/news/borderline-persoenlichkeitsstoerung-von-wegen-lebenslaenglich/1951726.

DGPPN: Neue Adresse und Telefonnummern
Die DGPPN-Geschäftsstelle ist umgezogen – ein Haus weiter in die Reinhardtstraße 29 in 10117 Berlin-Mitte. Dadurch gibt es neue Telefonnummern:
Birgit Oehmcke: 030/24 04 772-20
Franziska Taffelt: 030/24 04 772-22

 

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Dezember-Blog


Header der Webseite https://soullala.de, die zu dem Projekt “Soul LALA” gehört, welches den ersten DGPPN-Antistigma-Preis gewonnen hat.

Gewinner: DGPPN-Antistigma-Preis 2021 vergeben

Vorurteile und Ausgrenzung im beruflichen und privaten Umfeld sind für psychisch Erkrankte und ihre Familien noch immer eine große Belastung. Der mit 10.000 Euro dotierte DGPPN-Antistigma-Preis (DGPPN = Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.) zeichnet Projekte und Initiativen aus, die sich für eine nachhaltige Integration dieser Menschen einsetzen. Vier der insgesamt 36 Einreichungen haben die Fachjury überzeugt und wurden im Rahmen des DGPPN-Kongresses am 27. November 2021 im CityCube Berlin gewürdigt.

·      Den ersten Preis (5.000 Euro) gewann das Inklusionsprojekt „SOUL LALA“ (https://soullala.de), das sich für Jugendliche und junge Erwachsene einsetzt. In der Online-Community finden sie eine gemeinsame Plattform und können sich dort, aber auch bei Live-Veranstaltungen in sechs bundesweiten Modellregionen mit anderen Betroffenen vernetzen und austauschen.

·      Ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro erhielt die Kampagne „fragEltern“ (https://www.frageltern.de). Diese wirbt für mehr Prävention und Offenheit beim Thema Sucht und soll möglichst viele Eltern drogengefährdeter und abhängiger Menschen in Nordrhein-Westfalen erreichen.

·      Ebenfalls ein Preisgeld von 2.500 Euro bekam der Erste-Hilfe-Kurs „Aufeinander Achten“ des Vereins On The Move e. V. (https://www.on-the-move.de/deutschland/erste-hilfe-kurs-fuer-die-seele/). Analog zu einem Erste-Hilfe-Kurs für körperliche Notfälle bildet „Aufeinander Achten“ seelische Ersthelfer aus.

·      Ein Anerkennungspreis wurde einem trialogischen Seminarkonzept zur Sensibilisierung für psychische Krisensituationen bei der Ausbildung von Polizist*innen zuteil. Es stammt von der HPE Österreich, wurde in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Innenministerium entwickelt und in die Grundausbildung junger Polizist*innen integriert.

Der gesamte Text ist unter www.seelischegesundheit.net zu finden. Kontakt können Interessent*innen über das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit (Telefon 030/275 766 07 oder E-Mail (koordination@seelischegesundheit.net) aufnehmen.

 


Logo des Münchner Netzwerkes für Kinder psychisch erkrankter Eltern “Kipse”

Jubiläum: 15 Jahre Münchner Arbeitskreis Kinder psychisch erkrankter Eltern

BASTA gratuliert dem Münchner Arbeitskreis Kinder psychisch erkrankter Eltern (AK Ki.ps.E) zu seinem 15-jährigen Jubiläum. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, Kinder und ihre psychisch erkrankten Eltern zu unterstützen. Denn wenn ein Elternteil psychisch erkrankt ist, leidet die gesamte Familie. Besonders die Kinder brauchen dann Hilfe.

Die Homepage des Münchner AK Ki.ps.E (www.kipse.de) bietet Familien, ihren Angehörigen und Freunden die Möglichkeit, sich über Hilfsangebote zu informieren. Zugleich finden Fachkräfte, die mit Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen in Kontakt stehen, nützliche Informationen und Unterstützung, unter anderem ein umfangreiches Adressenverzeichnis und Informationen zu Fortbildungen und Literatur. Der Münchener AK Ki.ps.E ist seit 2009 Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder von psychisch erkrankten Eltern (www.bag-kipe.de ).

 


Die Studie wird von der Prodo-Forschungsgruppe an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der LMU durchgeführt.

Teilnehmer*innen gesucht: Studie zur Intervention „Gesund und glücklich aufwachsen“

Bei der CHIMPS-MFT-Intervention „Gesund und glücklich aufwachsen (GuG-Auf)“ handelt es sich um ein Präventionsprojekt für Kinder mit einem an Depression erkrankten Elternteil. Teilnehmen können Kinder zwischen 8 und 17 Jahren, die lernen sollen, mit der Erkrankung der Eltern umzugehen und Schuldgefühle abzubauen. Insbesondere wird ihnen vermittelt, was eine Depression ist und wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Eltern wiederum lernen, wie sie ihr Kind unterstützen können, damit es gesund und glücklich aufwächst, wie sie sich ihr Leben als Elternteil leichter machen können und wie sie auch in schwierigen Phasen „positiv“ erziehen können.

Anfangs trifft man sich etwa viermal pro Woche online mit der Familie, dann geht es mit einem Treffen pro Monat weiter. Insgesamt finden acht Sitzungen über vier Monate verteilt statt. Veranstalter ist das LMU Klinikum – Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Wer eine Familie weiß, die für die Studie infrage kommt, kann sich unter kjp-prodo@med.uni-muenchen.de bei Studienleiterin Belinda Platt melden. Weitere Informationen stehen unter https://prodo-group.com/studies/chimps-net zur Verfügung.


Headergrafik der Website https://www.dzne.de/ des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, das zusammen mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) Biomarker für eine Demenz aufgespürt hat.

DZNE: Warnsignale für Demenz im Blut gefunden

Moleküle im Blut, die auf eine bevorstehende Demenz hindeuten können, haben Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) aufgespürt. Der von einem Team um Professor André Fischer beschriebene Biomarker beruht auf der Messung der Konzentration sogenannter microRNAs. Die Befunde stützen sich auf Untersuchungen an Menschen und auf Laborstudien (siehe https://www.embopress.org/doi/full/10.15252/emmm.202013659). Noch ist das Verfahren nicht praxistauglich. Deshalb wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen einfachen Bluttest entwickeln, um im ärztlichen Routinebetrieb das Risiko für eine Demenzerkrankung abschätzen zu können. Den Studiendaten zufolge könnten microRNAs möglicherweise auch Ziele für die Demenztherapie sein. Der gesamte Artikel steht im Netz unter https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/news-archiv/artikel/warnsignale-fuer-demenz-im-blut-gefunden.

 


Vom Frost verwandelt (Foto: Alexandra Pohndorf)

Ein Spruch für den Advent und BASTA wünscht allen frohe Feiertage

„Es gibt immer eine gute und eine schlechte Seite. Manchmal lehrt mich die schlechte Seite des Lebens mehr Weisheit als die gute.“
Weisheit der Sioux

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